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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. November 2017 | 21:31 Uhr

Hufe und Räder : Parcours lockt in die Ruhner Berge

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Trotz Regens wetteiferten 24 Pferdegespanne beim 7. Griebower Geländetag um begehrte Trophäe

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erstellt am 09.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Während zeitgleich in Valluhn ein Renntag wetterbedingt abgesagt wurde, hielten die Organisatoren des 7. Griebower Geländetags und ihre teils von weither angereisten Gäste den unangenehmen Regenschauern des Samstags tapfer stand. Ein paar Dutzend Zuschauer – offenbar überwiegend Pferdeliebhaber und Kenner des Fahrsports – hielten (meist gut beschirmt) den menschlichen und tierischen Akteuren die Daumen beim Wettstreit um den begehrten Ruhner Berg-Cup.

Das Wettkampfgelände des Reit-und Fahrvereins Ruhner Berge e.V. am Südosthang des namensgebenden Mecklenburger „Mittelgebirges“ machte - auch Dank der tatkräftigen Mitwirkung zahlreicher kundiger Enthusiasten aus der Region - wieder einmal seinem exzellenten Ruf als „cooler Parcours“ alle Ehre. So absolvierten insgesamt 24 Gespanne von früh 8 Uhr an sämtliche vorgesehenen Prüfungen des Dressur- bzw. Kegelfahrens nach dem anspruchsvollen Achenbach-Reglement.

Anschließend trauten sich noch die erfahrendsten Starter (knapp die Hälfte), die ohnehin schon schwierigen Hindernisse des Geländefahrens mit so klangvollen und treffenden Namen wie „Sahara“, „Höllengrund“, „Krater“ und „Griebower Furt“ – letzteres eine Wasserdurchfahrt – unter Hufe und Speichenräder zu nehmen. Doppelt herausfordernd war diesmal das Geländefahren dadurch, dass die Organisatoren ohnehin schon den Schwierigkeitsgrad der Hindernisse erhöht hatten und der sandige Waldboden am Hang noch zusätzlich durchweicht war.
„Eine wahre Schlammschlacht“, resümierte Lokalmatador Karl-Heinz Bahr am Sonntag – einerseits von der Anstrengung des Wettkampfs und anschließenden Aufräumens ehrlich „geschafft“ aber auch glücklich, dass alles ohne ernsthafte Blessuren und zur allgemeinen Zufriedenheit gelaufen war. „Großes Dankeschön allen, die an diesem Erfolg Anteil hatten!“

Was ist aber ein Wettstreit ohne seine Auswertung, welche hier in Kurzfassung erfolgen soll: Bei den Einspänner-Kutschen dominierte Frank Dittberner (RV Kladrum) sowohl Kegelfahrten als auch Gelände, während in der Dressur Hartmut Pristaff (RV Bollewick) siegte. Letzter hatte auch bei der Zweispänner-Dressur die Nase vorn, während René Stuhr (RV Plau am See) seine Kutsche siegreich sowohl durch den Kegelparcours als auch durchs Gelände steuerte.

Die optisch spektakulären Vierer-Gespanne (jeweils mit 16 Hufen angetrieben) gingen gleich zu viert in den Wettbewerb, bei dem Gerald Tuppart (PSV Am Meynbach) aus der Prignitz die Dressur für sich entschied vor Fred Dittberner (RV Kladrum), René Stuhr (Plau am See) und Helmut Deutschkämer (RV Dabel).

Beim Kegelfahren war der Vierspänner mit René Stuhr auf dem Kutschbock der schnellste und fehlerärmste nach zwei Durchläufen vor Fred Dittberner, Gerald Tuppart und Helmut Deutschkämer.

Die ultimative Geländeprüfung trauten dann nur noch zwei Wagenlenker ihren Tieren, Mitfahrern und Kutschen zu, wobei der Vierspänner mit René Stuhr (RV Plau am See) knapp die Nase vorn hatte vor Gerald Tuppart (PSV Am Meynbach). Folgerichtig bekam René Stuhr die Trophäe des Gesamtsiegers sowohl für Zwei- als auch für Vierspänner und Fred Dittberner aus Kladrum sicherte sich im Einspänner den zum 4. Mal ausgelobten Ruhner Berg-Cup.

Und noch etwas sei angemerkt: Nämlich die Tatsache, dass diesmal erfreulich viel Weiblichkeit in der scheinbaren pferdesportlichen Männerdomäne mitmischte und zwar ausdrücklich nicht nur als Sozia, sondern als diejenige, die die Zügel fest in der Hand führte. So gelangen beispielsweise Anka Toppel (RV TH Stüdenitz) und Silja Schörfke (PSV Am Meynbach) mit ihren Einspännern in der Dressur Silber- bzw. Bronzerang. Bei den Kegelfahrten errang Hanna Schuman (RV Plau am See) mit ihrem Einspänner Bronze vor Silja Schörfke auf Rang vier.



 

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