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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Oktober 2017 | 20:43 Uhr

Tourismus : Orte unter die Lupe genommen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Erfurter Studenten suchen in ihren Projektarbeiten nach Ideen – touristisch wie landschaftlich – Dobbertin und Goldberg voranzubringen

Dobbertin und Goldberg unter die Lupe genommen, haben in dieser Woche Erfurter Studenten. Genauer: 25 Studenten des 3. Semesters Masterstudiengang Landschaftsarchitektur der Fachhochschule (FH) Erfurt. Ziel ist es, beide Orte besser zu vernetzen, nicht nur touristisch, sondern auch landschaftlich sowie ästhetisch. Unter Federführung von Prof. Dr. Gerlinde Krause von der FH Erfurt und Dipl.-Ing. Gerd Tschersich stand vor allem die Bestandsaufnahme auf dem Tableau der einzelnen Studentengruppen. „Es ist ein vertiefendes Projekt, bei dem sich die Studenten intensiv mit den Orten beschäftigen müssen und auf Ziele hinarbeiten wollen“, erklärt Prof. Dr. Gerlinde Krause. Schon in früheren Jahren hat sie solche vertiefenden Projekte vorgenommen – vor allem im thüringischen Raum. „In Gera haben meine damaligen Studenten ein Projekt in die Umsetzung gebracht“, erläutert die Professorin weiter. Jetzt wurde der Sprung nach Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Denn Gerlinde Krause stammt ursprünglich aus MV, kehrte vor zweieinhalb Jahren zurück – lebt seitdem überwiegend an den Wochenenden in Dobbin. „Über Herrn Mittelstädt kam das Projekt zustande, auch einmal in MV etwas zu machen.“

Untergebracht im ehemaligen Schullandheim Langenhagen haben sich die Studenten von dort aus in ihren einzelnen Gruppen auf den Weg gemacht. Immer im Hinterkopf die Machbarkeit ihrer Ideen. In Goldberg wurde vor allem die westliche Randzone der Stadt betrachtet – mit dem Holzsägewerk und dem Bahnhof. „Gerade mit Blick auf die Draisinenstrecke müsste hier ein ganz anderes Entree her“, verdeutlicht Gerlinde Krause. Ihre Studenten seien in Goldberg sehr frei, frisch und jugendlich an die Sache herangegangen. „Realitätsfern waren sie auf keinen Fall, eher sehr bodenständig bei ihren Ideen“, erklärt Gerd Tschersich, der vor allem in Goldberg mit dabei gewesen ist. Für den Landschaftsarchitekten ist aber eines sicher: „In Goldberg braucht es für einige Dinge einfach mehr Geld als in Dobbertin. Hier werden auch private Investoren gefragt sein, um einiges umsetzen zu können.“

Der Dobbertiner Gemeindepark, die Gestaltung des Dorfes mit seinen Straßenzügen, ein Rundweg um den See – diesen Themen hat sich eine andere Studentengruppe angenommen – ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Machbarkeit. „Unsere Studenten haben schon Vorerfahrung. Viele arbeiten bereits in Architektenbüros, bringen also planerische Vorstellungen mit“, wirft Gerlinde Krause ein. Die Professorin sieht in beiden Orten viel Potential versteckt. Es müsse nur an die Oberfläche gebracht werden. „Wir wollen Entwicklungen anstoßen, deshalb sind wir hier. Manchmal ist es schon von Vorteil, wenn jemand unvoreingenommen von außen drauf schaut“, sagt die Erfurterin.

Nach erfolgreicher Bestandsaufnahme vor Ort hieß es für die 25 Studenten wieder Abreise Richtung Thüringen. Doch dort fängt die Arbeit erst richtig an. Die Daten werden zusammengetragen, erfasst und sortiert. Darauf sollen die Ideen, Projektvorschläge fußen. Mit in die Projekte der Studenten werden auch andere fließen: Der derzeitige Stand, B-Pläne, aber auch die Regionalpläne des Landes. Wichtigstes Ziel dieses Projektes: Das Aufstellen eines Nutzungskonzeptes. „Solche Vorhaben stehen und fallen mit seiner Nutzung“, so Gerd Tschersich. Die Arbeiten der Studenten sind nicht für den Schubkasten konzipiert, sondern zielen auf eine schrittweise Umsetzung ab.

Für Gerlinde Krause ist aber auch eines von großer Bedeutung: Beide Gemeinden – Dobbertin und Goldberg – haben mit Blick auf den Tourismus großes Potential, wenn sie zusammenarbeiten.

 

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