Bilderausstellung : Offene Augen für Kinder in Not

„Sprechen statt schlagen“ – auch diese Linolschnitte, gefertigt von  Schülern, sind in der Ausstellung beim Fachdienst Jugend in der 4. Etage im Landratsamt in Parchim zu sehen.
„Sprechen statt schlagen“ – auch diese Linolschnitte, gefertigt von Schülern, sind in der Ausstellung beim Fachdienst Jugend in der 4. Etage im Landratsamt in Parchim zu sehen.

Ausstellung beim Fachdienst Jugend im Landratsamt in Parchim: 300 Schüler von drei Schulen haben sich mit Kindeswohlgefährdung beschäftigt

svz.de von
18. Dezember 2013, 16:00 Uhr

„Was bedeutet Kindeswohlgefährdung und wer schützt Kinder?“ Das ist der Titel eines gemeinsamen Projekts des Fachdienstes Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Schule in Marnitz sowie der Förderschule und des Gymnasiums in Parchim. Annähernd 300 Schüler haben sich im Projektverlauf mit dem Thema Kindeswohlgefährdung auseinander gesetzt und ihre Vorstellungen und Gedanken in eindrucksvollen Bildern zum Ausdruck gebracht.

Zum Abschluss des Projekts und zur Übergabe der Bilder an den Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim kamen kürzlich rund 50 Schüler in Vertretung aller am Projekt Beteiligten in das Landratsamt in Parchim. Es sind emotional ansprechende Bilder, die jetzt im Flur und im Beratungsraum in der 4. Etage im Landratsamt in Parchim ausgestellt sind. Besucher ebenso wie die Mitarbeiter des Landratsamtes haben die Möglichkeit, sich beim Betrachten der Bilder mit dem Thema des Schutzes der Kinder vor Kindeswohlgefährdung auseinander zu setzen.

Anlass und Hintergrund für das Projekt zum Thema Kindeswohlgefährdung ist das seit Anfang 2012 geltende Bundeskinderschutzgesetz. Alle wichtigen Akteure – dazu zählen insbesondere Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Polizei – werden in einem Kooperationswerk zusammengeführt. Die Gesellschaft, die Politik in allen Bereichen, die Eltern, die Nachbarn, Lehrer und Erzieher müssen dafür sorgen, dass Kinder gut aufwachsen können: Kinder brauchen gute Lebensbedingungen, sie brauchen Liebe in der Familie, Akzeptanz in der Umgebung, Förderung in der Kita, Unterstützung in der Schule, Anregungen beim Sport oder beim Musikunterricht, Platz und Zeit mit Freunden.

Der Dank des Fachdienstes Jugend gilt den vielen Schülern, deren Bilder nun im Landratsamt zu sehen sind, ebenso wie den Kunstlehrern und Schulsozialarbeitern, die das Projekt engagiert begleitet haben. Sie haben die Schüler bei der Bearbeitung und Umsetzung beraten, Anregungen gegeben und angeleitet. „Wir alle möchten, dass unsere Kinder gesund und geborgen aufwachsen. Und Kinder haben ein Recht darauf, ohne körperliche und seelische Gewalt groß zu werden“, sagte Monika Thieß, Leitende Biezirkssozialarbeiterin im Fachdienst Jugend, bei der Eröffnung der Ausstellung. „Viele Menschen sind aufmerksam. Sie sehen hin, wenn Familien Sorgen und Probleme haben und Kinder möglicherweise Hilfe brauchen.“ Jederzeit stehe der Fachdienst Jugend mit seinen qualifizierten Beratungs- und Unterstützungsangeboten zur Verfügung. Alle Interessierten sind eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und bei dieser Gelegenheit auch mit dem Fachdienst Jugend ins Gespräch zu kommen.

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