Garten : „Obstbaumfriseur“ in Aktion

Dirk Meyn (r.) vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Rom (r.) erläutert im Kleingärtnerverein „Werderstraße“ in Lübz den richtigen Obstbaumschnitt…
Dirk Meyn (r.) vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Rom (r.) erläutert im Kleingärtnerverein „Werderstraße“ in Lübz den richtigen Obstbaumschnitt…

Gartenbauexperte Dirk Meyn aus Rom erläuterte vor Lübzer Hobbygärtnern den richtigen Obstbaumschnitt. Die hatten darüber hinaus noch viele Fragen.

svz.de von
09. November 2014, 22:00 Uhr

Die alte Gärtnerweisheit, dass man durch einen gut geschnittenen Obstbaum einen Hut hindurch werfen können muss, gilt auch heute noch. „Ja, das heißt, dass die Baumkrone lichtdurchflutet und relativ im Gleichgewicht sein sollte“, sagt Gartenbauexperte Dirk Meyn aus Rom. Auf Einladung des Regionalverbandes der Gartenfreunde Parchim e.V. war er am Sonnabend zu einer Fachberatung der aktiven Art in die Kleingartenanlage „Werderstraße“ in Lübz gekommen. Die dortigen Vereinsmitglieder sowie Gäste ließen sich zeigen, wie man einen Obstbaum zurecht stutzt.

Gleich zu Beginn gab es viele Fragen, wie nach dem richtigen Zeitpunkt des Schneidens. „Kirschen gleich nach der Ernte, Apfel und Birne kann man bis in den Februar hinein schneiden, da dann die Saftströme nicht vorhanden sind. In den Wintermonaten sollte man aber nur an frostfreien Tagen schneiden und erst mittags beginnen“, rät Meyn. Allerdings ist die Witterung sehr entscheidend. An diesen noch recht warmen Novembertagen sollte man noch abwarten, denn es könnten einige Bäume noch beginnen zu treiben.

Dann zeigte der Experte an einem Apfelbaum, der bereits seit etlichen Jahren nicht gestutzt wurde, welche Äste und Zweige weg sollen und wie man schneidet. „Es sollten keine ,Kleiderhaken’, also Aststummel stehen bleiben. Immer bis an den Stamm heran trennen“, sagt Meyn, verweist aber zugleich auf eine Ausnahme. „Beim Walnuss gilt das nicht, hier sollte ein Stummel stehen bleiben, da sonst der Stamm davor hohl wird“, weiß der Fachmann.

Am Ende staunten die Hobbygärtner, wie sich der Baum wandelte und hoffen nun, dass er im nächsten Jahr besser Früchte tragen wird. Einige machten sogar Fotos, um diese im nächsten Jahr vergleichen zu können.

Dirk Meyn beantwortete aber auch andere Fragen, die die Kleingärtner bewegten, so nach der Bekämpfung der Blattläuse und vieles mehr. Ein Dank des Regionalverbandes geht an den Experten, der sein Wissen weitergab, und an den Lübzer Verein, der diese Veranstaltung in seiner Anlage organisierte.


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