Obst und Gemüse frisch auf den Tisch

Voller Stolz zeigen die Kinder das selbstgezogene Gemüse: Im Hintergrund Enrico Pohl-Harder, Manuel Ziems, Birgit Paschke, Heike Pfitzke, und René Stephan.(v.l.)
Voller Stolz zeigen die Kinder das selbstgezogene Gemüse: Im Hintergrund Enrico Pohl-Harder, Manuel Ziems, Birgit Paschke, Heike Pfitzke, und René Stephan.(v.l.)

Lübzer Kinderhort hat ein neues Hochbeet, Baumarkt spendet Material

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11. Juni 2020, 20:38 Uhr

Mit einer Schüssel, einem Schneidbrett und Messer bewaffnet, sitzt Finn auf der Terrasse des Kinderhortes der Stadt Lübz. Er schneidet einen Kohlrabi in kleine Stücke. „Dann haben wir später am Nachmittag alle etwas zu essen“, meint er, „der Kohlrabi ist sehr lecker.“ Die große weiße Knolle kommt aus dem neuen Hochbeet, das wenige Meter entfernt zwischen dem Gebäude und den Spielgeräten des Hauses steht. Das Gemüse und auch Erdbeeren, Salat und Radieschen haben sich prächtig entwickelt, vieles ist schon erntereif.


Eine Woche an dem Projekt gearbeitet

Auch andere Kinder lieben das neue Hochbeet, ein Mädchen sagt: „Ich finde, das bekommt 3000 Likes und Daumen nach oben.“ Vor etwa dreieinhalb Monaten haben die Erzieher und freiwillige Helfer dieses etwa drei Quadratmeter großen Beet gebaut.

„Wir wollten es mit den Kindern zusammen bauen, aber dann kam uns Corona dazwischen“, erklärt Birgit Paschke. Sie ist eine von zehn Erzieherinnen und Erziehern im Hort der Stadt. „Deshalb haben wir Erwachsenen es jetzt gebaut, nun können sich die Kinder daran erfreuen.“

Etwa eine Woche mit insgesamt zehn Leuten habe man in diesem Projekt gearbeitet. Die hölzerne Einfassung musste gestrichen werden, ein Schutzgitter ausgelegt werden, die Wände nach innen mit Folie isoliert werden. Schlussendlich wurde Bio-Hochbeeterde eingefüllt und bepflanzt. Immer mit dabei auch ehrenamtliche Helfer.

Das ganze Material einschließlich der Pflanzen und Saatgut ist eine Spende vom örtlichen Hagebaumarkt. „Auch die Kunden haben das mitfinanziert. Wir haben im vergangenen Jahr den Familien-Coupon Kalender verkauft“, sagt Marktleiter Manuel Ziems. Der Verkauf dieses Kalenders geht ausschließlich in die Unterstützung von sozialen Projekten. Damit konnte die Summe von 300 Euro für das Hochbeet beigesteuert werden.

„Etwa den gleichen Betrag hat der Markt auch noch selbst gespendet“, fährt er fort. Als er erfahren habe, dass der Kinderhort Unterstützung braucht, habe er sich gleich für Hilfe bei diesem Projekt engagiert. Seit 2012 gibt es einen solchen kleinen Gemüsegarten auf dem Hortgelände. Damals war der Spielplatz zusammen mit Eltern komplett umgestaltet worden. Nun war das alte Hochbeet so in die Jahre gekommen, da es ersetzt werden musste.

Der Kinderhort Lübz ist auf zwei Häuser aufgeteilt. Hier werden insgesamt etwa 160 Kinder im Grundschulalter betreut. Zurzeit besuchen wegen der Coronabeschränkungen etwa 25 Kinder das Haus in der Schützenstraße in Lübz.

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