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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 15:30 Uhr

Aus der Stadtvertretung : Nordtangente - Plau wartet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Stadtvertretung beschließt notwendige B-Planänderung / Noch 2015 muss der erste Spatenstich erfolgen

von
erstellt am 01.Mai.2015 | 20:45 Uhr

Noch warten die Plauer auf den ersten Spatenstich für die geplante Nordtangente der Plauer Ortsumgehung. 2015 soll bzw. muss der erfolgen, da andernfalls die dafür vom Bund bereitgestellten Mittel verloren gehen. Das wollen die Plauer nicht riskieren. Um also das derzeit laufende Planfeststellungsverfahren voranzutreiben, war jetzt eine Sondersitzung der Stadtvertretung notwendig. Auf der wurde am Mittwochabend eine notwendige Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Güstrower Chaussee“ beschlossen.

Der Hintergrund: Die geplante Ortsumgehung Nord sieht im Süden die Einbindung vor dem Ortsausgang in Richtung Klebe vor. Von hier aus verläuft die Trasse westlich der Stadt, trifft in Höhe des Landgutes auf die B  103 und wird hier in einen Kreisel eingebunden. „In diesem Zusammenhang“, erläuterte die Bürgermeister Norbert Reier die Dringlichkeit der B-Planänderung, „wird es erforderlich, den künftigen Kreisel anders als bislang vorgesehen bis ins Gewerbegebiet hineinzubauen.“ Rechtlich bedeutet das, dass die betreffenden Flächen aus dem Gewerbegebiet herausgelöst und in Verkehrsflächen umgewandelt werden müssen. „Dieses ist Grundvoraussetzung, um das Planfeststellungsverfahren voranzutreiben“, so Reier, froh, dass die Stadtvertreter am Mittwoch der Argumentation der Verwaltung folgten.

Der Hinweis zur B-Planänderung war von der Rechtsabteilung des Amtes für Straßenbau gekommen. Da die Stadt zwar für ihre Bebauungspläne nicht aber für das Planfeststellungsverfahren zuständig ist (das übertrug der Bund an das Land) sei wichtig gewesen, zuvor die Kostenübernahme durch das Land zu klären. „Das hat zwar lange gedauert, doch jetzt haben wir sie“, informierte Plaus Bürgermeister.

Auf dem Weg zur Ortsumgehung ist die B-Planänderung ein wichtiger Schritt gewesen. Ob es die letzte „Nachbesserung“ des Projektes sein wird, vermag im Moment niemand zu sagen. „Auch nicht, wann Baubeginn sein wird“, so Reier. Mitte Februar war die Frist abgelaufen, Einsprüche einzureichen. Inzwischen hat die Anhörung der Träger öffentlicher Belange wie auch anderer direkt Betroffener stattgefunden. „Allen Beteiligten sind die Protolle zugegangen und nach meiner Einschätzung sind sämtliche Einwände berücksichtigt worden“, sagte der Bürgermeister. Städtischerseits waren es z.B. die zu geringe Breite geplanter Parallelstraßen, die geforderte Brückenverlängerung im Zarchliner Weg oder der im Projekt ursprünglich nicht vorgesehene Lärmschutz am Wohnstandort Weidensoll. Vorerst bleibt Plau nichts anderes, als den nächsten Schritt, die Abwägung des Amtes für Straßenbau, abzuwarten. Und auch das werde dauern, vermutet Reier. „Denn wenn die Kosten durch nachträgliche Projektänderungen steigen, muss sich Schwerin gegebenenfalls die Zustimmung vom Bund einholen.“

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