Plau am See : Nordtangente bald befahrbar

Zuversichtlich: Thorsten Uhlig vom Straßenbauamt Schwerin meint, die Verkehrsfreigabe sei bereits im Oktober möglich.
Zuversichtlich: Thorsten Uhlig vom Straßenbauamt Schwerin meint, die Verkehrsfreigabe sei bereits im Oktober möglich.

Der Bau der Ortsumgehung Plau am See verläuft planmäßig: Straßenbauamt Schwerin stellt vorzeitige Freigabe für Verkehr in Aussicht

svz.de von
12. Juni 2018, 05:00 Uhr

Wenn das nicht gute Nachrichten sind. Sofern es weiter gut läuft, wird der Verkehr auf der Plauer „Nordtangente“ bereits zwei Monate früher rollen können. „Es zeichnet sich im Moment so ab, als würde die Freigabe für den Verkehr bereits im Oktober statt im Dezember erfolgen“, berichtet Dr. Thorsten Uhlig, Dezernent im Straßenbauamt Schwerin. Dadurch dass ein Rad ins andere greife, also die verschiedenen Auftragnehmer gut zusammenarbeiten würden, läge man bei dem Bundesprojekt gut im Zeitplan. „Bisher hat alles gut funktioniert“, so Uhlig.

Elf Millionen Euro kostet der Trassenbau, der seit dem Spatenstich im März 2017 zügig vorangeht. Der Straßenbau wird vom Bund finanziert. „Der Betrag, den die Stadt dazu gibt, ist sehr gering“, sagt Uhlig gegenüber unserer Zeitung. Für die Mehrheit der Plauer Bürger geht mit der baldigen Fertigstellung ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Seit der Wende kämpften viele Plauer für eine Verkehrsentlastung. Vorausgesetzt der Verkehr fließt ab Herbst über die neue Strecke an Plau vorbei, können sich die Stadtbewohner von da an über bessere Luft und weniger Lärm freuen. „Es ist natürlich eine Belastung für den Luftkurort, wenn so viele Fahrzeuge durch die Stadt fahren. Daher werden in Zukunft nicht nur Autos, sondern eben auch der Schwerverkehr umgeführt“, sagt Thorsten Uhlig. Das betreffe vor allem den Verkehr, der aus der westlichen Richtung kommt und in die nördliche Richtung möchte. Das bedeutet, bessere Luft für die Plauer und weniger Fahrtzeit für Autos und Lastkraftwagen, die an Plau vorbeifahren.

Der Dezernent fügt im SVZ-Gespräch hinzu, dass der Asphalteinbau auf dem 2,7 Kilometer langen Streckenabschnitt nahezu abgeschlossen sei. Die Einbindungen südlich an die B 191 und nördlich an die B 103 fehlen bislang noch.

Im Zuge der Ortsumgehung entstanden zwei Brücken. Aktuell bauen die Brückenbauer ihre Baustelle am Eldeufer ab. Schließlich seien die Brücken über die Elde-Müritz-Wasserstraße (Länge: 87 Meter), sowie zwei Kilometer weiter über die Bahnverbindung Meyenburg-Karow (Länge: 22 Meter) fast fertig, so Dr. Thorsten Uhlig. Bei einer Ortsbegehung an der B 191 verrät er: „Der Überbau wurde um 1, 20 Meter überhöht eingestellt. Als alles fertig war, wurde der Überbau ausgeschalt und in die Endlage abgesenkt.“ Die Brücke über die Elde-Müritz-Wasserstraße wurde aus Naturschutzgründen mit einer Überflughilfe für Vögel und Fledermäuse versehen. Denn die Tiere sollen sich nicht vom vorbei rauschenden Verkehr irritieren lassen und ohne Probleme die Brücke überwinden können.

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