ferienspaß : Noch freie Betten im Insektenhotel

Einen echten Skorpion hatten Marius Walker und Maja Böttcher (v.l.). noch nie in der Hand.  Fotos: Jhah
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Einen echten Skorpion hatten Marius Walker und Maja Böttcher (v.l.). noch nie in der Hand. Fotos: Jhah

Vielfältiges Ferienangebot im Mehrgenerationenhaus / Kinder unternehmen mit Naturpädagogen Peter Maass eine Tour durch Wald, Feld und Flur

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07. August 2015, 12:34 Uhr

Neugierig beobachten Maja Böttcher und Marius Walker einen eingelegten Skorpion. Dann wird er weitergereicht. Als nächstes kommt ein besonders kostbares Exponat: „Das ist ein 250 Millionen Jahre alter Ammonit, eine bereits ausgestorbene Gruppe der Kopffüßer“, erklärt Peter Maass vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Gestern bot der 76-Jährige zum ersten Mal einen Natur- und Umweltlehrgang im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Lübz an.

Mit im Gepäck hatte der ehemalige Forstwirt einen Großteil seiner Fossiliensammlung. „Ich möchte besonders Kindern den bewussten Umgang mit der Natur erklären“, so Maass. Hierbei handelt es sich um eine Schulung der Sinne, wie er beschreibt. „Mein Kurs ist mehr als nur Diavortrag“, sagt er. Die Kinder hätten die Gelegenheit die mitgebrachten Exponate zu tasten, riechen oder auch zu schmecken“, heißt es.

Marius findet beispielsweise den Geruch eines mitgebrachten Vogelnests „eigenartig“. Dieses stamme von einer Amsel berichtet Maass. In nur drei Tagen werde so ein Nest von den Muttertieren errichtet. Sowohl Marius als auch seine Oma, Sybille Rahn, scheinen beeindruckt. „Die Hintergrundinformationen machen die Tour einzigartig“, so Rahn. In den Ferien nutzt die Rentnerin gern das Angebot des Mehrgenerationenhauses. „Erst gestern waren wir bei einer Schnitzeljagd dabei“, erinnert sie sich. So habe die Lübzerin auch von dem heutigen Angebot erfahren.

„Die Tour ist ein Testballon. Wenn sie gut ankommt, dann möchte ich sie auch in Kurkliniken, Altenheimen oder Schulen anbieten“, merkt Maass an. Denn ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur sei ihm wichtig: „Mein Ziel ist es, die Kinder für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umgebung zu sensibilisieren“, so der Kreiener. Hierbei spiele auch Nachhaltigkeit eine Rolle. „Der Globus gehört uns nicht allein. Es ist wichtig, dass wir an nachkommende Generationen denken“, mahnt der 76-Jährige.

Höhepunkt der etwa zweistündigen Umwelttour war ein Blick in den Garten des MGH. Hier zeigte der Naturpädagoge den Kindern ein Insektenhotel, eine Art Nisthilfe für Bienen, Hummeln oder Wespen. „Viele Bienenarten sind bedroht und finden kaum Brutmöglichkeit“, so Maass und beschreibt, dass besonders Wildbienen wichtig seien, da sie Bestäuber unserer Nutzpflanzen sind.

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