Region PArchim/Lübz/Goldberg : Niklas sorgt für Dauereinsatz

„Baumalarm“ zwischen Parchim und Slate: Kameraden räumen die Fahrbahn frei. Fotos: michael-günther bölsche
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„Baumalarm“ zwischen Parchim und Slate: Kameraden räumen die Fahrbahn frei. Fotos: michael-günther bölsche

Weit über 100 Einsätze in der gesamten Region / Bäume versperrten Straßen /Im Minutentakt wurden Kameraden alarmiert

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01. April 2015, 20:00 Uhr

Orkantief Niklas hielt auch in unserer Region die Feuerwehrkameraden auf Trab. Quasi im Minutentakt wurden am Dienstag Wehren im Raum Parchim, Sternberg, Lübz, Goldberg oder Plau am See alarmiert. Sie leisteten insgesamt mehr als 100 Einsätze, vor allem mit Motorkettensäge und anderen Hilfsmitteln.

Nachdem bereits um 14.40 Uhr zwischen Drenkow und der Landesgrenze zu Brandenburg ein umgestürzter Baum von der Kreisstraße 167 geräumt wurde, hieß es quasi nonstop: „Baumalarm!“. Egal ob in Goldenstädt, Sternberg, Stolpe, Zachow, Golchen, Paarsch, Dobbertin, Grebbin, Lübz oder Plau – fast alle Wehren mussten raus, während Niklas über das Land hinwegfegte. Während die Kameraden der FFw Obere Warnow einen umgestürzten Baum zwischen Grebbin und Wozinkel beräumten, entdeckten sie einen weiteren Baum, der jederzeit zu kippen drohte. „Klar, den nehmen wir gleich mit ab“, entschied Wehrführer David Wollgandt.

Die Parchimer Kameraden wollten an diesem Abend eigentlich eine Übung in Dargelütz in einem der dort leerstehenden Wohnblöcke durchführen, berichtet Wehrführer Bernd Schröder. Doch Niklas machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Parchims Feuerwehrleute mussten erst in Richtung Damm ausrücken, von dort ging es weiter nach Slate, wo ein Baum die gesamte Fahrbahn versperrte. Die Polizei hatte die Gefahrenquelle bereits abgesichert. Nächster Einsatzort war Zachow, wo der Orkan einen stattlichen Baum mehrfach gebrochen hatte. Er musste vorsorglich gefällt werden. Den Kameraden blieb kaum Zeit zum Verschnaufen, als die Pieper wieder gingen und sie erneut nach Damm und zum Voigtsdorfer Weg gerufen wurden.

Heikel wurde es zwischenzeitlich in Spornitz: „Ein Baum war in eine Hochspannungsleitung gestürzt und sorgte zusätzlich für einen Stromausfall in Spornitz und Umgebung“, erzählt Gemeindewehrführer Ronny Mathes-Languth.

Etwas ähnliches passierte auch zwischen Suckow und Mentin. Hier war durch den Funkenflug sogar ein Feuer entstanden. „Erst als der Strom in der Leitung abgeschaltet wurde, konnten wir das Feuer löschen, welches sich zum Glück nicht ausbreitete“, so Wolfgang Bill von der Suckower Wehr. Wenige Minuten vor Mitternacht wurden die Kameraden in Plau am See zum vorerst letzten nächtlichen Sturmeinsatz gerufen: Auf der B103 war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt.

Weitere Sturmfolgen offenbarten sich gestern früh: Gegen 8.45 Uhr drohte ein Baum am Festplatz in der Parchimer Bergstraße umzustürzen. Bereits gegen 8.15 Uhr wurden die Lübzer Feuerwehrleute nach Bobzin gerufen. Hier mussten bereits am Vorabend mehrere Bäume beräumt werden. „Wir hatten allein in unserem Amtsbereich am Dienstagabend rund 20 Einsätze“, so der stellvertretende Amtswehrführer Danilo Urbutat.
 


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