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Brüeler Bauernscheune : Nicht mehr auf der Denkmalliste

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Historische Bauernscheune wird nach Teileinsturz bis auf den Vordergiebel abgerissen

von
erstellt am 25.Jan.2015 | 20:10 Uhr

Bei der gut 140-jährigen Brüeler Bauernscheune, die am 24. Dezember nach starkem Regen und Wind teilweise eingestürzt war, wurde jetzt das komplette (Rest-)Dach fachmännisch von einer Abrissfirma heruntergenommen. Das bestätigte Susanne Laurisch, die sich zusammen mit ihrem ebenfalls in Brüel wohnenden Bruder Karl um den Fortgang kümmert. „Besitzer sind meine Eltern, aber die will ich damit nicht groß belasten“, sagt sie. Nach dem Teileinsturz an Heiligabend wurde das Loch im Dach in den Folgetagen immer größer, so dass jetzt nichts weiter übrig bleibt als der Komplettabriss. Dem stimmte die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu, die die Scheune seit etwa Mitte der 90er-Jahre auf ihrer Liste hatte. Ein entsprechendes Schreiben ging jetzt bei Susanne Laurisch ein. Entscheidender Grund für die Denkmalpfleger war laut Landkreis-Pressesprecher An-dreas Bonin, dass durch den Schaden beim Wiederaufbau so viel alt gegen neu hätte ausgetauscht werden müssen, dass es nicht mehr denkmalgerecht gewesen wäre.

Die Straßensperrung der Zufahrt, die von der B 192 über die Straße zur Siedlung in das dortige Wohngebiet führt, soll laut Susanne Laurisch „so schnell wie möglich aufgehoben werden“. Bevor die Freigabe erfolgen kann, muss allerdings noch die Wand an der Straße zur Siedlung abgerissen werden: „Die Scheune wird ganz abgerissen bis auf die Giebelseite (hin zur B 192 – d. Red.). Als Erinnerung sozusagen.“ Allerdings müsse der Giebel wegen der Statik gestutzt werden. Ansonsten wird nach dem Abriss ein Zaun aufgestellt. Gebaut werde hier nichts mehr.  

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