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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

14. Dezember 2017 | 11:15 Uhr

Anerkennung : „Nicht Ausfallbürge für den Staat“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Ministerpräsident Sellering beriet in Sternberg mit 60 Geladenen über die für 2015 geplante landesweite Ehrenamts-Stiftung.

„Es gibt Bereiche, die ohne Ehrenamt nicht funktionieren“, zollte Erwin Sellering dem freiwilligen Engagement in Mecklenburg-Vorpommern seine Anerkennung. „In unserem Land erfüllen 540 000 Menschen ein Ehrenamt – fast jeder Dritte.“

60 davon hatte der Ministerpräsident am Donnerstag in den Sternberger Güterschuppen eingeladen, Domizil des Jugendclubs und des Vereins „Dialog + Action“. Dort wollte Sellering mit ihnen nicht über Feuerwehren, Rettungsdienste, Sportvereine oder Sozialarbeit reden. „Diese Bereiche sind dank ihrer Gerüste aus hauptamtlichen Strukturen gut organisiert, mit Ansprechpartnern in der Landesregierung.“ Vielmehr, so der Ministerpräsident, gebe es viele Ehrenamtliche, die ihre Aufgaben ohne derartige Strukturen erfüllen. Sie seien Garant dafür, dass es im am dünnsten besiedelten Bundesland liebenswert und herzenswarm zugehe. Das Land wolle aber nicht dahin kommen, sich wegen knapper Finanzen von seinen Aufgaben zurückzuziehen. „Der Ehrenamtler soll nicht Ausfallbürge für den Staat werden.“ Deshalb wolle das Land 2015 eine Stiftung zugunsten des Ehrenamts und für bürgerschaftliches Engagement gründen.

Die Sternberger Veranstaltung diente als Auftakt für einen landesweiten Diskussionsprozess über Profil und Aufgaben einer derartigen Stiftung. „Wir wollen unterstützen, nicht reglementieren“, betonte Sellering. Ab September sollen dann jeweils fünf Arbeitskreise bei so genannten Werkstattgesprächen in Anklam, Grevesmühlen, Penzlin und Ribnitz-Damgarten die Gründung der Stiftung vorbereiten.

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