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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. November 2017 | 03:06 Uhr

Straßensanierung : Nicht alle Anlieger freuen sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Straßensanierung in Klein Wangelin wird dieses Jahr umgesetzt. Allerdings sollen die Straßenausbaubeiträge werden zwei Jahre später erhoben werden.

von
erstellt am 05.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Die Straße Hofplatz in Klein Wangelin wird saniert. Diesen Beschluss gibt es bereits seit 2008. Jetzt hat bezüglich der Straßensanierung erneut eine Einwohnerversammlung in Neu Poserin stattgefunden. Grund: Die Anlieger der Straße sollten über die Baumaßnahme sowie die entstehenden Kosten informiert werden. Klein Wangelin, das zur Gemeinde Neu Poserin gehört, wurde bereits 2008 in ein Bodenordnungsverfahren aufgenommen. „Die Maßnahme ist darin eingebunden“, erklärt Bettina Bensler, stellvertretende Amtsleiterin im Bauamt Goldberg-Mildenitz. Jetzt soll das Vorhaben starten, noch in diesem Jahr werden die Bauarbeiten beginnen, denn Fördermittel wurden beantragt und müssen abgerufen werden. „Wir müssen den Maßnahmenplan des Bodenordnungsverfahrens umsetzen. In Neu Poserin hat es diese Baumaßnahme aus dem Verfahren bereits stattgefunden“, erklärt die stellv. Bauamtsleiterin weiter.

Nun ist die letzte Maßnahme übrig: Die Straße Hofplatz in Klein Wangelin. Doch nicht alle Anlieger der Straße sind mit der Sanierung einverstanden. So auch Frank und Martina Bettinger. Seit gut zwei Jahren wohnt das Ehepaar nun im Hofplatz in Klein Wangelin. „Wir erachten es als sinnlos, eine Straße zu asphaltieren, die keine Durchgangsstraße ist“, sagt Frank Bettinger. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Hier werden öffentliche Gelder vergeudet.“ Doch das Ehepaar Bettinger ist nicht allein mit ihrer Meinung. „Auch die Berliner nebenan wollen keine Straßensanierung“, erzählt Martina Bettinger gegenüber SVZ.

Derzeit ist der Hofplatz von der Dorfstraße kommend ein wenig abschüssig. Es ist ein sandiger Weg, nur vereinzelt ist das Kopfsteinpflaster noch zu sehen. Auch Gemeindevertreterin Christa Birk (BfD; Bürger für Demokratie) ist nicht einverstanden mit der Maßnahme und äußerte dies in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. „Die Straße ist doch in Ordnung. Ich sehe keinen Grund diese zu sanieren“, sagte sie. Bettina Zwerschke, ehemalige Bürgermeisterin von Neu Poserin, widersprach: „Wenn es hier ordentlich regnet, dann kommen Sie trockenen Fußes nicht mehr durch diese Straße.“

Die Straßensanierung für 240 Meter Länge wird rund 151 000 Euro kosten, das teilte Bettina Bensler in der Einwohnerversammlung mit. „Gut 113 200 Euro sind Fördermittel. Es bleiben also rund 37 000 Euro übrig, die die Gemeinde als Eigenanteil aufbringen muss sowie die Anlieger über Straßenausbaubeiträge“, verdeutlichte Bettina Bensler. Einige Kosten wie zum Beispiel die Vermessung der Straße sind nicht umlagefähig, diese werden vom Restbetrag abgezogen. Rund 13 000 Euro bleiben übrig, die auf die Anlieger je nach Größe, Lage und Tiefe des Grundstücks aufgeteilt werden. „Es gibt einen bestimmten Verteilerschlüssel, den wir aber erst nach Abschluss der Baumaßnahme anwenden können“, verdeutlicht die stellvertretende Bauamtsleiterin. Deshalb werden die Straßenausbaubeiträge aller Voraussicht nach erst ab 2016 erhoben. „Es kann Stundung und Ratenzahlung beantragt werden“, so Bettina Bensler abschließend.

Glücklich sind Frank und Martina Bettinger mit der Entscheidung nicht. Sie haben sich bereits anwaltlich beraten lassen. „Derzeit können wir nichts tun. Dennoch würden wir gern genau wissen, wann die Straßensanierung beginnt und wie lange sie dauert“, sagt Frank Bettinger.


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