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Sanierung in Goldberg : Neues Zuhause für Goldbergkunst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Birgit Schröder und Gerhard Stromberg sanieren aufwendig Lange Straße 76

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Es ist ein Haus von vielen in Goldbergs Langer Straße. Leerstehend – nur die Wohnung in der oberen Etage ist bewohnt. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Im Erdgeschoss aber wird sich so einiges verändern. Die Lange Straße 76 wird wiederbelebt. Das haben sich Birgit Schröder und Gerhard Stromberg vom Verein Goldbergkunst zumindest fest vorgenommen. Schließlich haben die beiden Vereinsgründer dieses historische Gebäude gekauft – mit einem Hintergedanken dabei. Die Goldberggalerie wird hier einziehen – von der Langen Straße 90 geht’s weiter in die 76.

Hinter der Fassade versteckt sich ein langgezogener Fachwerkbau. Genau hier zeigt das Haus seinen ganzen Charme. Das Grundstück reicht bis in die Jungfernstraße – zum Zuhause von Birgit Schröder und Gerhard Stromberg. Nur wenige Schritte sind es dann – auch für Patienten –, um in die Welt der Kunst und Kultur einzutauchen. Derzeit stehen hier noch Baumaterialien. Gerhard Stromberg aber hat genaue Vorstellungen. „Hier werde ich mein Atelier aufbauen. Dann habe ich genügend Platz – auch zum Bilder aufziehen“, erklärt der Landschaftsfotograf und zeigt den hellen, offenen Raum. Einst hat hier ein Sattler gearbeitet... Nach oben führt eine Holztreppe – noch ohne Geländer. Kopf einziehen, lautet noch das Motto. Die Deckenhöhe wird sich verändern, Dämmung und Isolierung werden folgen. Denn hier ziehen kleine Atelier-Wohnungen ein. Auch das hat am bisherigen Platz gefehlt. Missen aber wollen Birgit Schröder und Gerhard Stromberg die Zeit in der Langen Straße 90 nicht – schön war es auf jeden Fall.

Die kleine Schaufensterfront mit Ladeneingang ist abgeklebt – mit blauer Folie. Dahinter wird fleißig gewerkelt. Innenwände werden gedämmt und verputzt – mit Lehm aus Benzin. Das muss in nahezu allen Räumen noch geschehen. Genügend Arbeit für eine kurze Zeit. Schaufenster und Eingangsbereich werden wieder weichen – für den historischen Charakter des Hauses. „Wir wollen die vordere Fassade wieder so herstellen, wie sie einmal war“, erzählt Birgit Schröder. Eine alte Fotografie hilft dabei. „Neben der Burg ist dieses Haus das älteste Gebäude von Goldberg“, weiß Gerhard Stromberg stolz zu erzählen. Die ältesten Teile sollen auf 1820 zurückgehen.

Wohnungen, Lagerräume, Ateliers und Ausstellungsfläche... Das Gesamtkonzept des Vereins wird überarbeitet. „Die Galerie wird ein wenig kleiner, aber idealer werden“, weiß Gerhard Stromberg – auch Kurator des Vereins. Mit einem Lichtsystem, das in die Decke kommt, werden die Bilder besser zur Geltung kommen. Hinter der Galerie wird sich ein kleiner Verkaufsraum anschließen. Schließlich wollen die Vereinsgründer auch weiterhin hochwertige Künstlerbücher drucken – Julian Khols zum Beispiel ist derzeit in Arbeit.

Die Arbeiten im Innenbereich gehen Schritt für Schritt voran – auch wenn es kleine sind. Für die Veränderungen an der Fassade sind alle Unterlagen zusammen – jetzt muss nur noch das Stadtparlament zustimmen. Dann können die Arbeiten auch im Außenbereich starten. Die Zeit läuft, bis zum Wintereinbruch soll noch einiges geschafft werden. „Schließlich wollen wir zu Ostern wieder eröffnen“, verdeutlicht Birgit Schröder.

Auch im fünften Jahr des Bestehens gehen den beiden Vereinsgründern die Ideen nicht aus. Die Vision von Kunst und Kultur mitten in der Mildenitzstadt bleibt – Goldbergkunst wird flügge.

 

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