Kita-Bau : Neues Land für Goldbergs Kobolde

Kita-Neubau in Goldberg: Der leerstehende Gebäudekomplex (rot) wird abgerissen, dort entsteht die neue Kita „Koboldland“. Nach dem Umzug werden die beiden restlichen Gebäudeteile (grün, gelb) abgerissen.  Grafik: stepmap, 123map, openstreetmap, odbl, 1.0
Kita-Neubau in Goldberg: Der leerstehende Gebäudekomplex (rot) wird abgerissen, dort entsteht die neue Kita „Koboldland“. Nach dem Umzug werden die beiden restlichen Gebäudeteile (grün, gelb) abgerissen. Grafik: stepmap, 123map, openstreetmap, odbl, 1.0

Mildenitzstadt plant Neubau der Kindertagesstätte „Koboldland“ auf dem derzeitigen Areal in der John-Brinckman-Straße 13

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26. Mai 2017, 05:00 Uhr

Die Kobolde aus Goldberg bekommen eine neue Kita – nicht heute, auch noch nicht morgen. Aber die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Bereits im Januar dieses Jahres hatten sich die Stadtvertreter auf einen Neubau verständigt. „Eine Sanierung ist wegen der hohen Kosten einfach nicht möglich“, erklärt Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Goldberg-Mildenitz, im SVZ-Gespräch. Das Gebäude der Kindertagesstätte „Koboldland“ in der John-Brinckman-Straße entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. „Es ist alt; stammt noch aus DDR-Zeiten“, verdeutlicht Marko Kinski weiter. Derzeit wird die Kindertagesstätte noch mit Nachtspeicheröfen beheizt. „Die Betriebskosten verschlingen derzeit immens viel Geld, das ist finanziell ein Unding“, sagt der LVB. Die erste Idee – den Kita-Neubau in die Altstadt Goldbergs zu verlegen – wurde zerschlagen. Deshalb werde der Neubau in der John-Brinckman-Straße 13 – auf dem derzeitigen Grundstück – verwirklicht.

Derzeit läuft für die Planungsleistung eine EU-weite Ausschreibung. „Das ist neu. Wir müssen mit der Genehmigungsplanung in Vorleistung gehen“, erklärt der LVB. Erst wenn Entwurf und genehmigte Planung vorliegen, können die nächsten Schritte erfolgen. Marko Kinski hofft, dass noch in diesem Herbst die Genehmigung erfolgt, damit möglichst schnell die Fördermittelanträge gestellt werden können – spätestens bis 31. März 2018. Die Gesamtinvestition beträgt rund 1,6 Millionen Euro. „Das kann die Stadt bei bestem Willen nicht alleine stemmen.“ Eine 90-prozentige Förderung der Bruttokosten wäre möglich, „bislang ist das nicht vorhersehbar“, verweist Marko Kinski auch auf Förderrichtlinien. Auch der Landkreis habe signalisiert den Neubau zu unterstützen. „Wir arbeiten mit der Landkreisverwaltung eng zusammen, schließlich ist der Kreis für die Kita-Bedarfsplanung zuständig“, erklärt Marko Kinski.

Derzeit verfügt die Kita „Koboldland“ – in Trägerschaft der Volkssolidarität e.V., Kreisverband Parchim – über 18 Krippen- und 36 Kindergartenplätze. Das soll sich ebenfalls ändern. Wenn der Neubau realisiert wird, haben voraussichtlich 21 Krippenkinder und 40 Kindergartenkinder Platz im „Koboldland“.

Gut 7600 Quadratmeter groß ist das Areal, auf dem das Gebäude in der John-Brinckman-Straße 13 steht. Es sind drei Komplexe: Ein Teil (rot) steht leer, im grün markierten Bereich ist derzeit das TSV-Büro untergebracht. Der gelbe Bereich ist die Kita. In einem ersten Schritt wird der leerstehende Gebäudeteil abgerissen und genau dort wird die neue Kita errichtet. „Wenn der Neubau fertiggestellt ist, können die Kinder umziehen“, sagt Marko Kinski. Auch das Büro des Sportvereins wird umziehen, allerdings in ein anderes Gebäude. Nach dem Umzug werden die restlichen Gebäudeteile – grün und gelb – abgerissen. Auf der freiwerdenen Fläche soll dann noch ein Parkplatz für zirka 30 Pkw entstehen. Doch bis es soweit ist, werden noch viele Formulare ausgefüllt. „Wenn alles gut läuft, können wir im April 2019 mit dem Bau beginnen. Und hoffen dann im Juli 2020 fertig zu sein.“ Dann haben Goldbergs Kobolde ein neues Land zum Erkunden.

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