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Personalwechsel in Lübz : Neuer Wehrführer setzt Traditionen fort

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Auch Enrico Fuhrmann, zusammen mit Stellvertreter Dirk Rehberg auf der jüngsten Stadtvertretersitzung vereidigt, bereiten zunehmende Angriffe auf Hilfskräfte Sorgen.

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erstellt am 13.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Wie bereits kurz berichtet, ist Enrico Fuhrmann jetzt neuer Chef der Lübzer Feuerwehr. In einem Gespräch mit unserer Redaktion äußert der 43-Jährige, dass auch er sich wie viele Jungen schon als Kind zur Feuerwehr hingezogen gefühlt habe. Dienst in ihr nahm der Lutheraner letztlich 1991 auf, als ihn der ehemalige Wehrführer des heutigen Lübzer Ortsteils – Egon Krey – immer wieder dazu animiert habe. Die positive Einstellung habe sich nie geändert.

In Lübz stand jetzt nach sechs Jahren turnusgemäß die Neuwahl der Wehrführung an. „Ich besaß die Voraussetzung, das Amt anzutreten und wurde von einigen Kameraden gefragt, ob ich nicht als Kandidat antreten wolle“, sagt Fuhrmann. „Ich dachte in Ruhe darüber nach und tat es schließlich.“ Hat den neuen Mann an der Wehrspitze das Wahlergebnis überrascht? „Bezogen auf die große Anzahl der Stimmen war ich es letztlich schon.“

Fuhrmann war zunächst Gruppenführer der damals noch selbstständigen, 17 Mann starken Feuerwehr in Lutheran und bis zur Fusion des Ortes mit Lübz im Mai 2014 fünf Monate lang ihr Chef. „Schon längere Zeit dahaben wir mit der Amtsverwaltung wie auch der Lübzer Feuerwehr das Gespräch gesucht, weil es Bedenken gab, was nach der Umbildung in eine Löschgruppe zum Beispiel aus bei den Einwohnern lieb gewordenen Dingen wie Osterfeuer und Laternenumzug werden könnte. Alles sei positiv verlaufen, weil die Gesprächspartner die Sorgen ausgeräumt hätten: „Es bleibt alles wie bisher.“

Wie für den bisherigen Wehrführer Olaf Richter, dessen große Leistungen er ebenfalls anerkenne, spiele die Gewinnung von Nachwuchs auch für Fuhrmann eine sehr große Rolle. Eine Hauptaufgabe bestehe darin, die Verdienste nahtlos weiterzuführen.

Es sei alles andere als gut geregelt und wiege schwer, dass die Wehrführung trotz aller Freiwilligkeit für die Sicherheit jedes einzelnen Kameraden verantwortlich sei. „Die Allgemeinheit ehrt uns, aber ein großes Problem sind auch aus meiner Erfahrung die immer weiter zunehmenden Handgreiflichkeiten gegen Rettungskräfte, auf die mit Spritzennadeln und Messern zugegangen wird. Die Gesellschaft stumpft immer mehr ab“, so Fuhrmann, der genannte Dinge auch schon selbst erlebt hat. Hauptberuflich ist er Rettungssanitäter beim DRK in Parchim.

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