Wirtschaft : Neue Millioneninvestition in Lübz

Wolfgang Viereg von der Tübinger „fairvesta Mercatus IX GmbH & Co. KG“ setzt auf die „Revitalisierung des Einkaufszentrums“ in Lübz.  Fotos: Ilja Baatz
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Wolfgang Viereg von der Tübinger „fairvesta Mercatus IX GmbH & Co. KG“ setzt auf die „Revitalisierung des Einkaufszentrums“ in Lübz.

Eigentümer des Einkaufszentrums gestaltet Immobilie bis Ende 2017 komplett um. Die Pläne im Detail:

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03. März 2016, 21:00 Uhr

Große Baustellen geben sich in Lübz die Klinke in die Hand: Bis Ende 2017 investiert jetzt die „fairvesta Mercatus IX GmbH & Co. KG“ in die Umgestaltung des Einkaufszentrums (EKZ) rund 4,8 Millionen Euro. Die Tübinger Fonds-Gesellschaft ist neuer Eigentümer der Immobilie mit einer Gesamtnutzfläche von 14 800 Quadratmetern.

Zunächst hat ein Abbruchtrupp größtenteils hinter meterhohen Staubschutzwänden im Erdgeschoss des erst in den 1990er-Jahren errichteten Komplexes für ganze Arbeit gesorgt. Innenwände sind hier samt Decken zur Seltenheit geworden, es gibt freien Blick auf das alles tragende Skelett, das in diesem Fall aus dicken Betonpfeilern besteht. Von Veränderungen nicht betroffen sein werden nur der sky-Markt und die von seinem Eingang aus gesehen auf der rechten Seite gelegenen Räume, in denen nacheinander ein Bäcker, öffentliche Toiletten, ein Bankschalter und eine Apotheke untergebracht sind. Letztgenannte befindet sich am Haupteingang, der ebenfalls so erhalten bleibt, wie er sich jetzt darstellt.

Zumindest in einigen Bereichen lässt sich an den bisher vor allem auf einer Seite vorgenommenen Abbrucharbeiten schon ablesen, was passieren soll. Der „kik“-Markt zieht von außen nach innen um. Gegenüber von ihm befand sich  ein größerer Imbiss. Beide nutz(t)en den Anbau des EKZ mit seitlichem Eingang. „Er wird im Winter dieses Jahres komplett abgerissen“, sagt Wolfgang Viereg, Leiter Vermietungsmanagement und Projektierung bei der „fairvesta Mercatus IX GmbH & Co. KG“. Auf dem frei werdenden Gelände möchte dann die ALDI GmbH & Co. einen neuen Markt (der bestehende Standort Am Fuchsberg soll aufgegeben werden) mit einer Brutto-Grundfläche von rund 1400 Quadratmetern errichten, der direkt an das EKZ angebaut wird. Mit seiner Eröffnung Ende 2017 wolle man das Projekt Viereg zufolge abschließen.

Nur durch eine Wand voneinander getrennt schließt sich ALDI auf dem Bauplan der „kik“-Markt an. Gänzlich anders als bisher: Er soll später von der Rückseite des Baukomplexes  bis zur Vorderfront reichen und  direkt von den Parkplätzen aus zugänglich sein. Im früheren Foto-Fachgeschäft rechts vom Haupteingang wird sich später das verlagerte Blumengeschäft ebenfalls mit Tür zur Straße hin befinden, die ihm bisher benachbarte Fahrschule zieht ins Obergeschoss.

Eine weitere entscheidende Veränderung ist der Bau eines „Rossmann“-Drogeriemarktes etwa auf der Fläche des ehemaligen „Schlecker“-Marktes. Brutto-Fläche: 1050 Quadratmeter. Alle genannten Maßnahmen bewirken, dass der bisherige nach oben hin offene Mittelflur fast komplett verschwindet. Erhalten bleibt er nur auf wenigen Metern zwischen „Rossmann“ und  Bäcker sowie Reisebüro, dessen Front sich später weiter im bisherigen Vorplatzbereich befindet. Die hier stehende, unter anderem zu Arztpraxen im  Obergeschoss führende Treppe wird wie die auf der anderen Seite gegen eine andere ausgetauscht. Der Fahrstuhl bleibt erhalten.

Auf die Frage, warum der neue Eigentümer schon nach objektiv betrachtet so kurzer Zeit nach ihrer Errichtung so viel Geld in eine noch neuwertige Immobilie investiert, antwortet Viereg, dass es nur so funktioniere, „den schwächelnden Standort wieder mit Leben zu erfüllen“. In der Tat war es so, dass immer mehr vermietbare Fläche leerstand. „Die Kleinteiligkeit, wie es sie hier gab, ist nicht mehr zeitgemäß“, so der Eigentümer-Vertreter.

Die Fonds-Gesellschaft mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro bei 185 Immobilien – Wohn- und Geschäftshäuser über Bürogebäude bis zu Einkaufs- und Nahversorgungszentren – investiere ausschließlich in Deutschland: „Hier gibt es konstante Preise und gute Renditen. Selbst in direkten Nachbarländern – egal, ob Ost oder West – ist dies völlig anders.“ Der Fonds lebe davon, Objekte anzukaufen, sie zu optimieren und irgendwann wieder zu verkaufen.

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