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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 05:03 Uhr

Dorfleben : Neue Chronik fürs 7. Kirchturmfest

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Ortschronist Fred Beckendorff überraschte zum 7. Kirchturmfefst mit „Kleiner Plauderei“ Diese Chronik ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern eine unterhaltsame Lektüre mit persönlichen Bemerkungen rund um Kirche, Förderverein und etliche Pastoren.

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erstellt am 17.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Das war schon eine kleine Überraschung. Bereits zum Auftakt des dreitägigen 7. Kirchturmfestes überraschte der Techentiner Ortschronist Fred Beckendorff mit einer weiteren kleinen 40-seitigen Broschüre mit dem Titel „Kleine Plauderei über die Techentiner Kirche“. Wie Beckendorff in seiner Nachbetrachtung schreibt, ist diese Chronik keine wissenschaftliche Arbeit, sondern eine unterhaltsame Lektüre mit persönlichen Bemerkungen rund um die Kirche, den Förderverein und etliche Pastoren.

Traditionell wurde das Kirchturmfest, welches vom Förderverein Dorfkirche Techentin e.V. organisiert wird, am Freitag musikalisch eingeläutet. In diesem Jahr gastierten die jungen Künstler Annemarie Wilcke (Mezzosopran) und Christian Lübcke am Keyboard. Es war eine frische Stimme, die in der gut gefüllten Kirche erklang, vor allem bei einer Arie aus George Bizets „Carmen“. Bei einem nächsten Konzert dieser Künstler wünschte man sich mehr von der klassischen Seite der Musikstudentin, die an diesem Abend Volkslieder und Balladen zu Gehör brachte.

Höhepunkt war das bunte Programm rund um den Techentiner Dorfteich und im einstigen Kuhstall, der heute als Festhalle dient. Ob die Mini- und die Funkengarde des Goldberger Karnevalclubs GKC 94, das Elde-Blasorchester oder das Riesenkuchenbüfett der Techentiner Hobbybäcker – sie alle sorgten für fröhliche Stunden. Seit Jahren ist die Malerin Maibritt Wendig aus Schwerin mit von der Partie und präsentiert nicht nur eigene Bilder, sondern bietet den Kindern und Jugendlichen eine Plattform, sich kreativ zu betätigen.

Kreativität ist auch bei Iris Thees gefragt. Die Töpferin mit ihren flotten Sprüchen sorgt nicht nur bei den Kindern für Spaß, sondern auch bei den Erwachsenen. Obwohl diese sich bei der Herstellung von Töpferwaren sehr zurückhalten. Die Lütten dagegen präsentieren stolz ihre selbst getöpferten Schalen und hatten viel Spaß. Den hatten auch die Gäste an all den anderen Ständen, sei es beim Kuhfladenlotto oder bei der Tombola, die Dank der vielen Sponsoren wieder mit tollen Preise aufwartete. Die Kühe Dolores und Uschi wurden von der Agrarproduktion Zölkow leihweise zur Verfügung gestellt, da es zu tippen galt, auf welches Quadrat die Kühe einen Fladen legen. Immerhin waren es auf der Fläche von 14 mal 14 Metern 400 kleine Quadrate.
Unter den Gästen auch Eberhard von Below, dessen Familie sehr eng mit der Gemeinde Techentin und insbesondere dem Dorf Below verbunden ist. Auch Bälaus ehemaliger Bürgermeister Johannes Külls war zum Kirchturmfest gekommen. „Es ist eine Kür für mich und mittlerweile hat man hier auch Freunde gefunden, ich komme gerne hierher“, meinte er. Als Kirchstifter und Namensgeber des Dorfes gilt die Adelsfamilie derer von Below, die sich als so genannte Lokatoren im 13. Jahrhundert der Besiedlung, Christianisierung und Zivilisierung auf ihre Fahne geschrieben hatte und ihren Namen bis nach Ostpreußen trug. Der Name ist auch im Ort Bälau bei Mölln verankert, der inzwischen offiziell mit Below verschwistert ist. Zum Kirchjubiläum 1999 hatte Külls als damaliger Bürgermeister in Bälau eine Linde mitgebracht, die dem Belower Fest ihren Namen verlieh. Dieses Fest und das Techentiner Kirchturmfest finden nun im jährlichen Wechsel statt. Ausgeklungen ist das 7. Kirchturmfest am gestrigen Sonntag mit einem Festgottesdienst mit Pastor Kornelius Taetow.


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