zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. Oktober 2017 | 01:05 Uhr

Umgezogen : Neue Adresse für Kunst & Kultur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Endlich ist es geschafft: Der Verein Goldbergkunst kann am Freitag mit einer neuen Ausstellung die neue Goldberggalerie eröffnen

von
erstellt am 23.Aug.2017 | 21:00 Uhr

In der Langen Straße 76 in Goldberg wird auf Hochtouren gearbeitet, gewerkelt, geputzt und gewienert. Das neue Zuhause der Goldberggalerie wird hergerichtet, schließlich geht es am kommenden Freitag (25. August) los. Der Verein Goldbergkunst e.V. eröffnet nicht nur seine neuen Räumlichkeiten, sondern auch seine erste Ausstellung in diesem Jahr. Gerhard Stromberg und Birgit Schröder, Gründer des Vereins und der Galerie, haben in diesen Tagen gut zu tun. Schließlich hat es diese Ausstellung in sich – 14 österreichische Künstler beteiligen sich an der neuen Schau „Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?“.

Auch dieses Mal tritt Gerhard Stromberg in die zweite Reihe, nicht er kuratiert die Ausstellung, sondern Gregor Schmoll. Der Österreicher war schon einmal Gast in der Goldberggalerie – vor mehr als drei Jahren, damals noch in der Langen Straße 90 – mit eigenen Werken, seinen Fotografien unter dem Titel „Vexations“. „Wir wollen in Zukunft jedes Jahr einen Künstler einladen, etwas zu kuratieren“, erklärt Gerhard Stromberg. Seine Wahl ist für die Eröffnungsausstellung in den neuen Räumlichkeiten des Vereins auf Gregor Schmoll gefallen, den Gerhard Stromberg sehr schätzt. Wie sehr wird in der Laudatio von vor drei Jahren ganz deutlich: „Es greift zu kurz, ihn einen Fotografen zu nennen,... Er ist zugleich Selbstdarsteller, Bildhauer und Konzeptionskünstler, ein guter Zeichner und zudem witzig... Im Großen und Ganzen hat alles Hand und Fuß, was er sagt und tut...“

„Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?“ geht auf eine Briefzeile Gottlob Freges an Ludwigs Wittgenstein zurück. Beide Philosophen – Frege geboren in Wismar, Wittgenstein gebürtiger Wiener – haben sich in ihren unzähligen Briefen mit der „logisch-philosophischen Abhandlung“ auseinandergesetzt. Mit dem Verhältnis von Wahrnehmung, Zeichen und „Wirklichkeit“. Frege und Wittgenstein waren die beiden bedeutendsten analytischen Philosophen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Beide stehen jetzt für die neue Ausstellung im Fokus. Dafür vereint Gregor Schmoll als Kurator der Schau dreizehn Arbeiten österreichischer Künstler.

Wie kann „Wirklichkeit“ abgebildet werden? Diese vereinfachte Frage steht ebenfalls im Fokus der Goldberger Ausstellung. Insgesamt 14 Künstler widmen sich dieser Frage auf ganz unterschiedliche Weise. Film, Video, Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Malerei, Grafik – diese Gattungen finden derzeit Einzug in die neue Goldberggalerie, die nicht nur Ausstellungsräume bieten wird, sondern auch Wohn- und Arbeitsräume für Künstler aus Deutschland und der Welt.

Goldberg – eine Kleinstadt inmitten von Mecklenburg-Vorpommern – könnte zum Dreh- und Angelpunkt für Künstler werden. Davon träumen Gerhard Stromberg und Birgit Schröder. Das Paar hat sich nach mehr als einem Jahr Sanierungsarbeit dieses Kleinod geschaffen und wird es so schnell auch nicht mehr hergeben.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen