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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 14:57 Uhr

Discounter Goldberg : Neubau wirft Fragen auf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Lebensmittelmarkt Aldi wird von der John -Brinckman-Straße an die Güstrower Straße von Goldberg ziehen – in die Rohlacks Kuhle

von
erstellt am 04.Jan.2015 | 21:00 Uhr

Das nächst größere Bauprojekt steht in diesem Jahr in Goldberg bevor: Der Aldi-Markt wird von der John-Brinckman-Straße an die Güstrower Straße, die B 192, umziehen. Dafür plant der Lebensmittelmarkt einen Neubau – in der Rohlacks Kuhle der Mildenitzstadt.

Die bisherige Verkaufsfläche von 600 Quadratmeter reiche nicht mehr aus. In einem ersten Schritt wolle das Unternehmen den Discounter auf 1000 Quadratmeter vergrößern. Der Bebauungsplan beinhaltet noch eine weitere Option: Die Verkaufsfläche kann noch einmal um 200 auf dann insgesamt 1200 Quadratmeter vergrößert werden. In ihrer letzten Sitzung vor Jahresende 2014 haben die Goldberger Stadtvertreter dem Aufstellungs- sowie Entwurfs- und Auslegungsbeschluss mehrheitlich zugestimmt. Noch bis zum 29. Januar liegen der Entwurf zum Bebauungsplan sowie der Entwurf zu Begründung zu den Öffnungszeiten des Amt Goldberg-Mildenitz zur Einsicht aus. Des Weiteren können Stellungnahmen schriftlich eingereicht werden.

Stadtvertreter Gustav Graf von Westarp (Freie Wähler Goldberg) ist nicht wirklich zufrieden mit dem Entwurf. „Es sind noch so viele Fragen offen, die es auch in der Sitzung gegeben hat“, verdeutlicht er. Unter anderem ist die Problematik mit der Zuwegung zum Lebensmittelmarkt noch nicht gänzlich geklärt. „Die Kunden kommen aus der Kuhle heraus und müssen sich in den Verkehr wieder einfädeln. Direkt gegenüber von der Kita. Unser Vorschlag ist es, einen Kreisverkehr am Bollbrügger Weg zu errichten“, verdeutlicht der Stadtvertreter. „Wenn uns die Straßenverkehrsbhörde sagt, dass es so nicht geht, dann muss es anders geplant werden“, erklärt Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter (LVB) im Amt Goldberg-Mildenitz.

Doch die Zuwegung ist nicht das alleinige Problem, das Gustav Graf von Westarp in dem Bebauungsplan für den Discounter sieht. „Ich verstehe nicht, warum man so einen B-Plan veröffentlicht. Ein B-Plan muss doch auch so sein, dass er ohne Einsprüche umgesetzt werden kann.“ Sorgen macht sich der Kommunalpolitiker auch um die Entwässerung in dem Gebiet. „Der Untergrund in der Rohlacks Kuhle nimmt kein Regenwasser auf, da versickert nichts. In diesem Bereich muss es eine Vorrichtung geben, damit das Regenwasser aufgenommen werden kann. Starkregen ist keine Seltenheit mehr. Das Keller volllaufen, diese Situationen haben wir in Goldberg schon gehabt“, verdeutlicht Gustav Graf von Westarp. Auch die Lärmbelästigung – vor allem nachts – ist für den Stadtvertreter noch nicht geklärt. „In einem Mischgebiet wie diesem sind nachts 45 Dezibel (dB) zulässig. Laut Lärmschutzgutachten werden diese auch unterschritten. Warum erlaubt dann der B-Plan eine maximale dB-Belastung von 75? Das ist nicht nötig.“

Gustav Graf von Westarp plädiert für einen städtebaulichen Vertrag, den die Stadt mit dem Unternehmen schließen sollte. „Meines Erachtens ist das nötig und man sollte es versuchen. Wenn das mit der Zuwegung nämlich nicht klappt, wer übernimmt dann die Kosten für einen möglichen Kreisverkehr? All das muss meiner Ansicht nach noch geklärt werden“, so Gustav Graf von Westarp.  

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