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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. August 2017 | 16:05 Uhr

Da war was los : Neptun entstieg Goldbergs Fluten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

John-Brinckmann-Grundschule in Goldberg feierte den Abschluss der vierten Klasse /

Wie toll, wenn eine Schulgemeinschaft zur Feier des Tages einfach an einen Strand gehen, die Textilien abwerfen und plantschen kann. So ging es den Goldberger Grundschülern und -schülerinnen am Mittwoch und am Himmel standen tatsächlich einmal nur Gute-Laune-Wölkchen. Die Viertklässler, die mit dem kommenden Schuljahr die Walter-Husemann-Schule besuchen werden, und ihre Mitschüler aus den anderen Klassen hätten es für die Abschlussfeier nicht besser antreffen können.

Von Petrus einmal abgesehen, hatten die Kinder noch viele andere Helfer. Die stets beliebte Hüpfburg war vom Elternvertreter, Herrn Brinckmann, organisiert worden, Würstchen und Getränke von UWM, auch Horst Power und die Feuerwehr unterstützten diesen Schritt der Goldberger Kinder auf die nächste Stufe ihrer Schullaufbahn. Und da Wasser bekanntlich keine Balken hat, waren auch Rettungsschwimmer des ASB vor Ort und bewachten das Gewoge am Strand und im Wasser.

Wer an diesem Tag vom Hotel zum Goldberger Strand hinunterging, sah eigentlich nur Kinder - und die Spielstationen, die die Viertklässler für alle gebaut hatten, so wie die „Tellerdusche“ oder den „Flossenlauf“. Aber dann - und noch bevor das erste Würstchen auf dem Grill zischte und brutzelte - entstieg ER den Fluten – König Neptun. Den nassen Gott, behängt mit Haar, Tang und Fischernetzen, und sein Gefolge hatte es aus den sieben Weltmeeren nach Goldberg verschlagen, um im ruhigenn Gewässer des Sees einige Kinder zu „taufen“. Fortan, versprach der Meeresgott mit dunkler, knarziger Stimme, würden sie keine Angst mehr haben müssen vor dem Wasser und allem, was mit dem wässrigen Element zusammenhängt.

Einige der auserwählten Täuflinge hatten allerdings Angst vor Neptun und seinen beiden grimmig geschminkten „Häschern“ und gleich der erste Täufling verschwand auf dem Klohäuschen. Die anderen Kandidaten rannten auch weg, meist aber laut Regieanweisung, und wurden von den Helfern Neptuns jedes Mal „erwischt“. Dann mussten sie rohen Fisch essen, im Wasser untertauchen und erhielten poetische Namen, wie „Lauernder Zackenbarsch“, „Schleimiger Seeaal“ oder „Eckiges Fischstäbchen“. Es war wirklich Gaudi und Elternvertreter Hubert, der den Neptun mimte, seine Helfer und die beiden holden Wassernixen begeisterten alle durch das einfallsreiche und gut vorbereitete kleine Freiluft-Theater hier am Strand.

Erstaunlich ist, wie groß viele der künftigen Fünftklässler und -klässlerinnen schon sind. Auf ihren künftigen Lebensabschnitt haben sie sich auch bereits gedanklich eingestellt. Da sie Geschwister auf der Regionalschule haben, kennen sie sich ein wenig aus, finden das Schwarzlichttheater, das es dort gibt, toll oder auch, dass man Russisch lernen kann. Alina hat sich schon fest vorgenommen, in ihrer künftigen Schule Gitarrenunterricht zu nehmen, Bettina möchte Keybord spielen lernen. Aber: „Irgendwie werden wir unsere Grundschule vermissen“, da sind sie sich einig.

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