niederdeutsch : Ne lütt Stunn up platt im Museum

De Gollbarger Plattschnakers mit ihrem Programm „Vier Jahreszeiten“ im Goldberger Heimatmuseum
Foto:
De Gollbarger Plattschnakers mit ihrem Programm „Vier Jahreszeiten“ im Goldberger Heimatmuseum

De Gollbarger Plattschnackers reisten durch vier Jahreszeiten

von
16. November 2014, 22:00 Uhr

Eine literarisch-musikalische Reise durch alle vier Jahreszeiten haben de Gollbarger Plattschnackers, wie sie sich up plattdütsch nennen, im Heimatmuseum der Mildenitzstadt präsentiert. Der kleine Ausstellungsraum schien fast aus allen Nähten zu platzen, so viele Besucher wollten diese Veranstaltung erleben.

Was sie zu hören bekamen, lud zum Schmunzeln, zum Mitsingen und zum Mitwippen der Füße im Takt ein, denn de Plattschnackers verstanden es sehr gut, Text und Musik so zu mischen, dass es zu keiner Zeit langatmig wurde. Im Gegenteil, es gab viele Lacher. So wie bei der Geschichte des Lakritzköpens aus dem Kalender „Voss un Haas“, in der drei Burschen einen Verkäufer an den Rand der Verzweiflung bringen. Auch der bekannte niederdeutsche Schriftsteller John Brinckman, der in der Mildenitzstadt einige Zeit verlebte, kam zu Wort, in dem aus der Erzählung „Caspar Ohm un ick“ ebenfalls eine Geschichte zu hören war.

Unter der Leitung der Koordinatorin Waltraud Komorowski, wie sie von ihren Mitstreitern bezeichnet wird, existiert diese Gruppe bereits seit zehn Jahren. Und ihre Leistungen können sich sehen lassen, denn nicht nur als Vortragende sind sie unterwegs, sie übersetzen auch die ein oder andere Geschichte ins Plattdütsche. So unter anderem den Struwwelpeter oder auch Max und Moritz.

Unter den meist etwas älteren, aber sehr agilen Mitstreitern fällt ein junges Gesicht mit blonden Haaren auf. „Ja, ich bin erst 29 Jahre alt und ich liebe dieses Land Mecklenburg und seine Sprache“, sagt Daniela Delacher lachend. Sie ist gar keine Einheimische, denn „ich komme aus Tirol, wir haben uns in dieses Land verliebt, ein Haus gekauft und leben jetzt hier“, sagt sie. Vielleicht, so hofft nicht nur sie, finden auch weitere den Weg zu den Plattschnackers um der plattdeutschen Sprache zu frönen und anderen Freude zu bereiten. Mit Heidi Kabels Lied „In Hamburg sagt man Tschüß“, das auf Goldberg umgedichtet wurde, klang der Nachmittag aus und mit dem Mecklenburglied gab es eine Zugabe.

Der nächste Auftritt ist am kommenden Donnerstag, 20. November, um 19 Uhr in Kuppentin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen