Freizeit : Naherholungsgebiet wiederbelebt

Bürgermeisterin Gudrun Stein (r.) bei der Begrüßung der Gäste Fotos: Ilja Baatz
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Bürgermeisterin Gudrun Stein (r.) bei der Begrüßung der Gäste Fotos: Ilja Baatz

Naturraum „Neuer Teich“ in Lübz mit stabileren Brücken, neu beschildertem Lehrpfad und besserer Aussichtsplattform freigegeben

svz.de von
13. November 2014, 22:00 Uhr

Nach gut zwei Jahren Arbeit ist es vollbracht: Das Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet „Neuer Teich“ glänzt mit einem neuen Naturlehrpfad samt Beschilderung, einer besseren Aussichtsplattform, gesäuberten Steinen für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im „Ehrenhain“ und neuen Brücken in der „Wolfsschlucht“. Gestern Morgen kamen unter anderem 15 Stadtvertreter, Verwaltungsangestellte und Mitarbeiter der Forst sowie des Wasser- und Bodenverbandes, um das Vorhaben auf einem Rundweg gemeinsam mit Bürgermeisterin Gudrun Stein in Augenschein zu nehmen. Sie hatte dazu eingeladen.

Im Mai 2011 kam im Sozial- und Kulturausschuss die Idee auf, das Projekt noch einmal aufzugreifen – noch einmal, weil es schon vorher einen Lehrpfad gab. Ihn hatte Helmut Schmidt aus Lutheran mit Achtklässlern der Regionalen Schule im Frühjahr 1992 geschaffen, um die Bevölkerung für den Naturschutz zu sensibilisieren. „Alles wurde durch Gelder von Sponsoren finanziert, die ich seinerzeit selbst gesucht habe“, sagt er. Neben „normalen“ Schäden durch Verwitterung sorgten vor allem Randalierer dafür, dass von den damaligen Anstrengungen lediglich noch ein Schild übrig geblieben ist. Die Bürgermeisterin mahnte deshalb dazu, die jetzt geschaffenen Werte zu achten und zu erhalten.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 42 000 Euro. Davon tragen Mittel von „Leader“ (Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden; Quelle: Wikipedia) und das Schweriner Landwirtschaftsministerium 23 000 Euro, Eigenleistungen durch den städtischen Bauhof machen etwa 19 000 Euro aus. Hinzu kamen außerdem rund 4000 Euro von der Bingo-Lotterie, aus denen die Schilder für den Lehrpfad angeschafft werden konnten. Laut Norbert Timm, Leiter des Amtes für Stadt- und Gemeindeentwicklung, der den gestrigen Rundgang leitete, halfen über ein halbes Jahr lang zudem stets sechs Beschäftigte des FAL (Abkürzung für Verein zur Förderung angemessener Lebensverhältnisse) dabei, die Gedenksteine im Ehrenhain zu säubern.

Nach Aussage von Eckhard Riemann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Dobbertin, gehe es darum, den die „Wolfsschlucht“ durchquerenden Bachlauf naturnah zu erhalten. Um immer über seinen Zustand informiert zu sein, werde man das Gewässer zweimal im Jahr kontrollieren. Das knapp 100 Hektar große Naherholungsgebiet liegt 60 Meter über dem Meeresspiegel. Die „Wolfsschlucht“ sei Experten zufolge dem Bach zu verdanken, der sich etwa sechs Meter tief in den Boden hineingewachsen hat.

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