karneval : Närrische Nachlese mit den Besten

21. Jugendkunstpreis des Karnevallandesverbandes MV: Die Minigarde des Goldberger Karnevalclub GKC ’94 in der Klasse Gardetanz Jugend bis 11 Jahre. Fotos: michael-günther bölsche
1 von 3
21. Jugendkunstpreis des Karnevallandesverbandes MV: Die Minigarde des Goldberger Karnevalclub GKC ’94 in der Klasse Gardetanz Jugend bis 11 Jahre. Fotos: michael-günther bölsche

21. Jugendkunstpreis des Karnevallandesverbandes in Goldberg verliehen / Organisatoren freuen sich bereits auf nächstes Jahr

23-11367996_23-66109657_1416396559.JPG von
22. März 2015, 21:00 Uhr

Es ist bereits das 21. Wetteifern der Karnevaljugend des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewesen, das in der Mildenitzstadt Goldberg vom dortigen Karnevalclub GKC ’94 ausgerichtet wurde. „Dies ist ein Zeichen von Kontinuität und zeugt auch von einer sehr guten Organisation seitens des Goldberger Klubs“, würdigt Karl-Heinz Krüger, der Präsident des Karnevallandesverbandes dieses Engagement. Zugleich ist es nicht nur für den obersten Landeskarnevalisten eine gute Werbung für dieses närrische Brauchtum. Auch in Zukunft, so der allgemeine Tenor unter Aktiven und den zahlreichen Besuchern, sollte dieser Wettstreit in der Mildenitzstadt veranstaltet werden. Für das Engagement zeichnete Krüger den Organisator des Wettstreites Andreas Penndorf mit dem Jugendverdienstorden des Landesverbandes aus. Es ist zugleich die Ehrung für das ganze Team, das fast rund um die Uhr für diesen Wettbewerb aktiv ist. Denn neben den Aufgaben des eigentlichen Wettbewerbes (Technik, Auswertung und Preisverleihung) muss die Turnhalle der Walter-Husemann-Schule für diesen einen Tag mit einer Bühne, Versorgungsständen, Fußbodenschutz und vieles mehr hergerichtet und nach dem Ende auch wieder für den heutigen Sportunterricht vorbereitet werden.

Auch den Aktiven gebührt Hochachtung, vor allem den Teams, die aus Anklam, aus Neubrandenburg und anderen Orten zum Teil weit anreisten und schon seit vier Uhr morgens auf den Beinen stehen. Und diese Beine tanzten auf dem Bühnenboden zur Freude der Zuschauer und der Jury um die begehrten Punkte. „100 ist die Höchstzahl, die zu vergeben ist“, sagt der Juryvorsitzende Jens Brüggert.

Sieben kritische Augenpaare beobachten die Tanzschritte, die Bewegung, begutachten die Kostüme und die Umsetzung der Choreografien genau und bewerten die Darbietungen nach den Richtlinien des Bundes Deutscher Karneval. Und die haben es durchaus in sich. „Wir konnten beispielsweise unsere LED-Beleuchtung an den Kostümen nicht nutzen, da Effekte dieser Art nicht gestattet sind“, sagten die Mädels der Funkengarde des gastgebenden GKC ’94, die mit ihrem „Glühwürmchenschwarm“ in der Kategorie Schautanz gemischt bis 15 Jahre brillierten.

Insgesamt galt es, sein Können in 16 Wertungsgruppen in unterschiedlichen Altersklassen unter Beweis zu stellen. Das waren der Gardetanz, der Paartanz, das Tanzmariechen und der Schautanz sowie die Büttenrede. Sehr erfreulich, dass in der letzten Kategorie erstmals die beiden Dabeler Mädels Lea Schmudlach und Wiebke Prieß (beide 14) Konkurrenz von Julia Wedemeier (14) vom Sukower Carnevalclub bekamen. Die Dabeler sinnierten in ihrer Bütt als Prinzessinnen darüber, wie wohl der ihrige Prinz aussehen sollte und kamen zum Schluss zur Erkenntnis, dass weiter gesucht werden müsse.

Aufgefallen war in diesem Jahr, dass die Akteure der beiden Abteilungen Dance4Generation und des Show’n’ Dance Company des SV Einheit 46 Parchim nicht vertreten waren. „Die beiden Gruppen haben sich zusammengeschlossen zur Tanzsportgarde Parchim. Das ist eine Umstrukturierungsphase, in der sich alle finden müssen. Allerdings treten unsere beiden Tanzmariechen Vanessa Focht und Nadine Erhardt bereits unter dem neuen Namen auf“, erklärt Ingolf Erhard. Er ist Präsidiumsmitglied im Karnevallandesverband und Vorsitzender des Jugend- und Tanzausschusses. „Aber im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, verspricht er und findet, dass beim Jugendkunstpreis sehr faire Wettkämpfe stattfinden. Dafür werde viel trainiert und der Landesverband bietet auch unterschiedliche Lehrgänge für Aktive und Trainer an.

Neben dem Jugendkunstpreis fand auch wieder der Grand Prix statt. Die achte Folge fand erstmals im Anschluss an den Jugendwettbewerb statt. Hierbei werden die Akteure nicht von einer Jury, sondern von den teilnehmenden Vereinen bewertet. „Ich möchte meinen persönlichen Dank an alle Aktive, Helfer und Betreuer hinter vor und auf der Bühne ausdrücken. Wir sind ein tolles Team und nur so kann es auch künftig funktionieren“, sagt Organisator Andreas Penndorf. Gemeinsam freue man sich auf den nächsten, den 22. Wettbewerb.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen