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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

15. Dezember 2017 | 01:57 Uhr

Jubiläum : Nachwuchs seit 30 Jahren umsorgt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Feier bei Lübzer DRK-Kindertagesstätte „Pfiffikus“ / Nach schwierigen Jahren heute gute Auslastung / Zusammenarbeit mit LSV

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die DRK-Kindertagesstätte „Pfiffikus“ – in unserer Region größtes Unternehmen seiner Art – hat gestern mit Gästen aus Politik, Partnern, Förderern, Vertretern des Elternrates, Erzieherinnen und den ihr anvertrauten Kindern ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Eng verbunden ist die Geschichte dieses Hauses von seinem ersten Tag an bis heute mit Leiterin Gisela Böse. „Schon 1983 stand ich an diesem Ort in der Baugrube und versenkte Ausgaben der damaligen Tageszeitungen SVZ, Junge Welt und Neues Deutschland im Fundament“, berichtete sie. Nach vielen Mühen habe die Einrichtung für damals 54 Krippen- und 108 Kindergartenkinder übergeben werden können. Eltern hätten dieser Größe eher skeptisch, aber trotzdem erwartungsvoll entgegen gesehen. Schwer sei in der frühen Phase gewesen, dass sich die Mitarbeiter zusammenfinden und einen eigenen Weg zu finden – nicht verwunderlich für den, der die Hintergründe kennt: „Wir kamen aus sechs verschiedenen Einrichtungen der Stadt, genau den Kindergärten der Brauerei, der Zuckerfabrik und des Stiftes, denen auf dem Hof der Bredeloberschule und in der Plauer Chaussee sowie der Bummikrippe.“ Nach der Wende habe es schnell nicht mehr genügend Kinder für die vielen Kitas gegeben. Nach den von wütenden Protesten begleiteten Schließungen blieben nur „Pfiffikus“ und der Stiftskindergarten übrig. Damit habe sich „eine Lawine in Bewegung gesetzt“, denn nach dem Sozialplan wurden in allen Bereichen Kolleginnen gekündigt oder umgesetzt. „Wir, die Übriggebliebenen, mussten viel Neid, Missgunst und Anschuldigungen ertragen“, sagt die Leiterin. „Mit der Teambildung standen wir wieder ganz am Anfang. Zwischenmenschlich gesehen war es für uns alle eine schreckliche Zeit. Danke an mein Team, das auch in dieser schwierigen Situation großartige Arbeit geleistet hat!“ 1993 übernahm das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Trägerschaft von der Stadt und hat sie bis heute inne.

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