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Umbau Grundschule Plau am See : Nachsitzen in Plau nicht eingeplant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Grundschulumbau soll bis zu den Oktoberferien abgeschlossen sein. Investition von 307.000 Euro löst zugespitztes Raumproblem

von
erstellt am 01.Sep.2016 | 08:49 Uhr

Drei Klassenräume, Musikkabinett, dazu ein kleiner Flur – was meinen Sie, wenn da Fußbodenheizung verlegt wird, wieviel Meter Heizschlauch sind dafür wohl nötig? Wir hatten keine Ahnung und fragten Christian Armoneit, Mitarbeiter der Plauer Sanitär-Heizungsbaufirma Axel Niehs. Gemeinsam mit seinem Kollegen Danny Mischker nahm er jetzt die Installation im Nebengebäude der Plauer Grundschule vor. „Gestern haben wir fast 900 Meter verlegt, heute sind es nochmal gut 300, also insgesamt 1200 Meter.“ Nun, dass es etliche Meter sein würden war klar, aber 1,2 Kilometer überraschen dann doch. Immerhin: Ausgelegt würde der Schlauch bis zur Regionalschule auf dem Klüschenberg reichen.

Die beiden Installateure lassen sich nicht lang von ihrer Arbeit abhalten. Noch gestern mussten sie die Heizschleifen im Fußboden fertig verlegen. Denn schon heute kommt der Estrich. Ja, Sanierung und Umbau des Nebengebäudes der Kantor-Carl-Ehrich-Schule gehen gut voran und so langsam auch auf die Zielgeraden. Nachdem im ersten Bauabschnitt schon im Frühjahr Dach und Fassade samt Dämmung saniert sowie Fenster und Türen erneuert worden waren, läuft seit Ende Juni nun der zweite Bauabschnitt. Inklusive Entkernung, die fast einen Meter tief bis auf den Sand ging. Die Stadt als Träger der Schule wie auch dieser Baumaßnahme will keine halben Sachen machen. Die Sanierung war aufgrund des Zustandes der Bausubstanz notwendig geworden, der Umbau wegen der gestiegenen Schülerzahlen an der Plauer Grundschule und einem sich zuspitzenden Raummangel. Denn während andere Standorte wegen anhaltender geburtenschwacher Jahrgänge um ihren Fortbestand bangen müssen, ist die Plauer Grundschule mittlerweile in mehreren Altersstufen (wieder) dreizügig. Im Hauptgebäude wurde darum schon der Raum, den sich bisher Hort und externer Musikunterricht teilten, der Schule zugeschlagen. Mit dem Umbau des Nebengebäudes, indem bislang nur der Werkunterricht stattgefunden hatte, gewinnt die Schule nochmals drei Räume – zwei Klassenzimmer, wie gehabt (nur eben saniert) den Werkraum und dazu einen kleineren Raum, in dem künftig Musiklehrerin Christiane Klonz unterrichten wird. Und auch die Volkshochschule wird die Räumlichkeiten im Nebengebäude künftig für ihre Kurse nutzen können.

Manfred Doliwa, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement bei der Stadt, den wir gestern auf die Baustelle begleiteten, freut sich über den reibungslosen Ablauf. „Dann kann der Estrich also kommen und Montag mit der Installation der Heizungen und der Sanitäreinrichtung begonnen werden“, sagt er. Der Einbau von Toiletten in das Nebengebäude ist übrigens auch ein Novum und möglich, da Tanklager und Heizungsraum wegen des Heizungsumbaus vor gut zwei Jahren nicht mehr notwendig sind. „Bei Planungen des Umbaus spielte natürlich eine wichtige Rolle, dass die Knirpse nicht immer über den Hof ins Haupthaus müssen, wenn sie mal müssen“, freut sich Doliwa, die Bedingungen für Schüler und Lehrer auch dahingehend verbessert zu haben. Als wir uns von Doliwa verabschieden, verrät er: „Jetzt setze ich mich wieder über meine Papiere. Wir stellen nämlich den Fördermittelantrag für die Umgestaltung von Schulhof und Sportanlage…“

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