Schäden im Durchschnitt : Nach Winterdienst Blick aufs Grün

Auch die Reparatur von Sitzbänken gehört zum Aufgabenbereich.
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Auch die Reparatur von Sitzbänken gehört zum Aufgabenbereich.

SVZ-Gespräch mit Erich Stecker, Leiter des Bauhofes der Stadt Lübz. Winter hat durchschnittliche Schäden an Straßen hinterlassen

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27. April 2017, 21:18 Uhr

Nach Einschätzung von Erich Stecker, Leiter des Bauhofes der Stadt Lübz, hat der Winter auf den Straßen in seinem Zuständigkeitsbereich in diesem Jahr durchschnittliche Schäden hinterlassen. Die entstandenen Schlaglöcher haben seine Männer mit so genanntem Kaltmischgut beseitigt. Es ist in Säcke verpackt und enthält Splitt sowie Asphalt in korrektem Verhältnis, kann also ohne zusätzlichen Aufwand verarbeitet werden. Dieser Vorteil schlägt sich im Einkaufspreis nieder. Für das Produkt muss man ungleich mehr bezahlen als für Heißasphalt, der im Straßenbau in großen Mengen verwendet wird. „Deshalb benutzen auch wir die Fertigmischung nur für Notreparaturen“, sagt Stecker. „Aufgebracht wird sie an wärmeren Tagen, weil sie dann besser aushärtet. An Gefahrenstellen können wir uns natürlich nicht nur daran halten und sind hier auch bei Frost dazu gezwungen, zu dem einzigen uns dann zur Verfügung stehenden Mittel zu greifen.“ Obwohl insgesamt gesehen viel Geld in den Straßenbau investiert werde, gebe es immer wieder Verbindungen, die (noch) nicht erneuert wurden: „Auch da schlägt sich der Geldmangel nieder.“

Nach Beendigung des Winterdienstes wurden durch den Bauhof Bäume beschnitten und Totholz beseitigt, um Verkehrsteilnehmern größere Sicherheit zu bieten. Jetzt hat die Grünflächenpflege begonnen. Dazu gehörte unter anderem auch, am Rosengarten in Lübz mehrere wild ausgeschlagene Weiden zu fällen, damit sich andere Bäume und Sträucher besser entwickeln können.

„Und auch bei Grünflächen gibt es große Unterschiede“, erklärt Stecker. „Es ist etwas völlig anderes, ob ich von einer Straßenbankette außerhalb von Lübz oder dem Stadtpark spreche. Beide genannten Bereiche werden zwei- bis dreimal beziehungsweise acht- bis zwölfmal im Jahr – je nach Wachstum – gemäht.“ Auf dem Sportplatz könne es sogar sein, dreimal in der Woche anrücken zu müssen.

Bei trockenem Wetter steht jetzt die Ausbesserung unbefestigter Wege mit Recycling (in der Regel Material aus gebrochenem Bauschutt) an. Dabei geht es um zum Beispiel um den Gildegartenweg und die Verbindungen von der Bobziner Schleuse in Richtung Bungalows sowie Wessentin – Wessentin Ausbau an der Bundesstraße. Im Amt Eldenburg Lübz bewirtschaftet der städtische Bauhof nur die Gemeinde Kreien mit. Alle anderen Kommunen sorgen in ihrem Bereich etwa durch Gemeindearbeiter für Ordnung.

Um die Reinigung der Straßen kümmert sich der Bauhof an jedem Tag der Woche zwischen 6 Uhr morgens und 15 Uhr. Lediglich am Freitag ist die dazu eingesetzte Kehrmaschine bis mittags im Einsatz. „Im Herbst wird sie wegen des herabfallenden Laubs noch stärker als sonst genutzt“, sagt Stecker. So komme man leicht auf rund 1000 Betriebsstunden im Jahr, was zur Folge hat: Nach durchschnittlich sieben Jahren ist solch ein Gerät verschlissen.

Das momentan in Lübz für Sauberkeit sorgende, dessen Leistung der Chef lobt, wurde 2013 gebaut. Ausgerüstet ist es mit drei über den Boden laufenden Bürsten, wobei eine den Schmutz von der Fahrbahnmitte zum Rinnstein drückt. Hier kehren ihn zwei ebenfalls rotierende, runde Besen zusammen und dann wird der hingeschobene wie auch der im Rinnstein liegende Dreck von der Maschine aufgesogen. Dabei bereitet selbst eine Glasflasche kein Problem. Besonderes Geschick ist vom Fahrer der Maschine gefragt: Er bedient die Bürsten mit einem Joy-Stick.

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