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Musikalisches Wochenende : Musikalisches Beben auf der Burg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Große Rockparty in der Mildenitzstadt: Freitag und Sonnabend ist 16. Amtsrock. Lokalhelden „Larrikins“ am Sonnabend auf der Amtsbühne

svz.de von
erstellt am 07.Sep.2017 | 20:40 Uhr

Was Freitag und Sonnabend in Goldberg stattfindet, bezeichnen die Mitglieder vom „Amtsrock“-Organisationsteam als eine Art großes Familientreffen. Einmal im Jahr, am zweiten Septemberwochenende, trifft sich in der Amtsstraße 16, die Jugend von heute wie damals, um zusammen abzurocken. Das beliebte Goldberger Musikfestival „Amtsrock“, unterstützt von der evangelischen Gemeinde, gibt es nunmehr seit 16 Jahren und zieht bis zu 500 Menschen ins Herz von Mecklenburg. Der ehemalige Pastor der Kirchengemeinde Thomas Timm rief die Veranstaltung vor vielen Jahren ins Leben, um jungen, regionalen Bands eine Bühne zu geben. Von Anfang an dabei: Hans Winter, der selbst seit Jugendtagen u.  a. am Schlagzeug sitzt. Er übernahm später die Organisation vom „Amtsrock“.

Jungen Musikern eine Bühne geben

Der 31-Jährige fühlt sich mit seiner Heimatstadt verbunden. Klar, er wäre auch einmal weg gewesen, habe auch schon in Großstädten gelebt. Dann ist er aber zurück nach Goldberg gekommen, weil er sich hier einfach am wohlsten fühlt. Ähnlich sehen es auch seine Freunde, mit denen er das Festival plant. Winter und seine Mitstreiter halten an der Idee fest, jungen Bands eine Plattform zu geben, auf der sie ihre Musik der Öffentlichkeit präsentieren können. „Nach der harten Arbeit im Probenraum sollen sie mit einem Auftritt belohnt werden“, sagt Steffen Plagemann vom Planungsteam. Hauptsächlich spiele sich nämlich das Musikmachen im Inneren des alten Amtsgebäudes ab. Dieses Wochenende kann ganz Goldberg und Umgebung hören, was einige der Bands ansonsten nur im Verborgenen produzieren. So tritt beispielsweise heute von 20 bis 21 Uhr die Band „Obenlinks“ auf - eine von fünf Gruppen, die hinter den alten Gemäuern der „Burg“ proben. Hans Winter und Co. liegt der musikalische Nachwuchs sehr am Herzen: „Wir bemühen uns, jedes Jahr Nachwuchs aus der Gegend für das Festival zu gewinnen. Auf jeden Fall möchte ich, dass junge Leute das erleben können, was wir damals erlebten.“

Damals, das ist noch nicht all zu lange her, dennoch ist viel Zeit vergangen. „Früher war hier mehr los“, sagen die Teammitglieder fast einstimmig im SVZ-Interview. Und auch weil es in der Mildenitzstadt wenige Anlässe zum Feiern gibt, wäre der „Amtsrock“ in Goldberg die Alternative zum gängigen Stadtfest. Dementsprechend sei das Publikum gemischt. Musikbegeisterte aus ganz Norddeutschland auf der einen Seite, auf der anderen ehemalige Goldberger, die ihr großes Wiedersehen feiern. Alle versammeln sich auf dem kleinen Gelände unter der denkmalgeschützten Buche und genießen gemeinsam die Konzertabende. Hans Winter und seine Freunde gaben in den letzten Wochen alles, um den Amtsrock auch in diesem Jahr wieder zu einem absoluten Highlight zu machen. Er weiß, dass sich viele Goldberger den ganzen Sommer über auf den September freuen: „Die eigentliche Festivalzeit ist nun vorbei. Daher gibt es selten Konkurrenzveranstaltungen an diesem Wochenende“, so Winter. „Amtsrock“ sei ein Festival mit kleinen, feinen Besonderheiten. „Wir sind nicht auf einem Feld, sondern direkt hier, mitten im Ort“, nennt Winter eines der Alleinstellungsmerkmale. Eingeladen sind auch 2007 nicht nur heimische Bands, sondern auch überregional bekannte wie die Coverband aus Wismar „Rayd.o“ (Freitag, 21.20 Uhr). Am Sonnabend spielen die Lokalhelden „Larrikins“. Gegen Mitternacht treten sie auf. „Wenn die spielen, dann bebt hier alles“, verspricht Hans Winter.

 

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