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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Dezember 2017 | 15:54 Uhr

Kommunalwahl 2016 : Motiviert für Einsatz in Passow

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Am Sonntag findet in Passow eine so genannte Ergänzungswahl für die Gemeindevertretung statt. Wir stellen die Kandidaten vor und berichten über ihre persönlichen Beweggründen für die politische Arbeit.

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Am Sonntag findet in Passow eine so genannte Ergänzungswahl für die Gemeindevertretung statt. Notwendig geworden war dies, weil vier Abgeordnete die Kommune aus unterschiedlichen Gründen verlassen hatten (unter anderem wegen beruflichen Wechsels) und damit ihre lokalpolitische Arbeit nicht fortsetzen konnten. Gewählt werden kann in der Zeit von Uhr bis 17 Uhr im Gemeindezentrum Alte Schule, Charlottenhofer Weg. Mitgebracht werden sollte die Wahlbenachrichtigung und der Personal- beziehungsweise ein anderer Identitätsausweis.

Als ein Kandidat auf der Bewerberliste steht der 47-jährige Polizeibeamte Lutz Pfennigsdorf. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, spielt bei den „Alten Herren“ der TSG Passow/Werder Fußball und ist dort ardem Kindertrainer. Als der Bürgermeister auf ihn zugekommen sei und gefragt habe, ob Interesse an lokalpolitischer Arbeit besteht, habe er spontan zugestimmt: „Ich lebe seit 14 Jahren in Weisin und bin mit der Gemeinde fest verwurzelt. Sollte ich gewählt werden, möchte ich mich dafür einsetzen, das Leben für alle Generationen attraktiv zu machen, mich speziell in die Bereiche Sport, Kultur und Infrastruktur einbringen – alles Neuland für mich, aber ich werde mich daran gewöhnen und bringe auf jeden Fall viel Interesse mit.“

Die Kandidatin Barbara Schrul lebt mit ihrem Mann in Passow in einem 1997 von seinen Eltern übernommenen Haus. Die 61-Jährige hat ebenfalls zwei Kinder. Bis zu Beginn ihrer Pension im April vergangenen Jahres gehörte sie zu Pendlern: Die Arbeit an der Uni Potsdam waren aufgeteilt in 19-jährige Tätigkeit als Dozentin und zehn Jahre als Gleichstellungsbeauftragte. „Jetzt habe ich Zeit, mich zu engagieren“, sagt Birgit Schrul, die Handlungsbedarf in ihrer Gemeinde sehe: „Vielen, die einer Beschäftigung nachgehen, fehlt ein generationsübergreifendes Miteinander. Ich möchte mich unabhängig vom Wahlausgang für die Gemeinschaft einbringen, wobei auch Kleinigkeiten große Wirkung zeigen können. Auf jeden Fall ist Passow ein schöner Ort, in dem man sich wohlfühlen kann.“

Dritte im Bund ist die gebürtige Berlinerin Sabrina Ludwinski. Die verheiratete Mutter von drei Kindern verbrachte vor 17 Jahren ihren Urlaub in Charlottenhof, lernte in ihm ihren jetzigen Mann kennen und „blieb hier hängen“, wie sie selbst mit einem Lächeln sagt. „Ich zähle mich längst zu den Passowern und möchte etwas fürs Dorf bewegen“, sagt die 33-Jährige. „Es gilt, alle Generationen einzuschließen, wenngleich wir mit dem Kindergarten und der Schule eine grundsätzlich gute Situation haben. Aber wenn es einen Feiertag für die Senioren gibt, was gut und richtig ist, sollte dies zum Beispiel auch für die Kinder gelten.“ Die Kandidatin ist Oberfeuerwehrfrau in der Passower Feuerwehr und wünscht sich auch diesbezüglich eine engere Zusammenarbeit mit der Gemeinde, weil man mit Kommunikation vieles auf dem kurzen Dienstweg weiter erleichtern könne.

Als Kandidat aufstellen lassen hat sich auch Felix Just aus Weisin. Der ledige 30-Jährige hat bis September als Betriebswirt in Hamburg gearbeitet, wo ihm die Umstände jedoch nicht besonders gefallen hätten, so dass er – man höre und staune – in die Gemeinde Passow zurückkehrte. Hier arbeitet der junge Mann jetzt im Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern. In der Freizeit liest er gern und betreibt Fitneß.

Ihm gefalle, wenn jemand Motivation an den Tag lege, weshalb er zum Beispiel Barbara Schrul für ihr Engagement im kulturellen und sozialen Bereich schätze. „Wenn ich gewählt werden sollte, könnte ich mir besonders gut vorstellen, mich im Ausschuss für Bau und Gemeindeentwicklung sowie vielleicht auch Finanzausschuss zu engagieren, weil meine berufliche Ausbildung dafür gute Voraussetzungen bietet.“

Direkt in Passow wohnt der bald Vater werdende Daniel Just (33) mit seiner Freundin. Der Bruder des eben vorgestellten Kandidaten hat Betriebswirtschaftslehre in Rostock studiert und dort gelebt, doch auch bei ihm war Passow stärker: „Vor drei Jahren fiel die Entscheidung, zurück zu gehen.“ Jetzt arbeitet auch er im elterlichen Betrieb und lässt sich nebenbei zum Agrarbetriebswirt ausbilden. „Ein Ansporn dafür, mich aufstellen zu lassen, war die Beschlussunfähigkeit der Gemeindevertretung“, sagt Daniel Just. „Ich wollte unbedingt vermeiden, dass Passow eine Fusion eingehen muss. Dies ist eine Gemeinde mit Potential und es lohnt sich, für sie Kraft aufzuwenden.“ Seine Stärken sieht der 33-Jährige im Bau- und Finanzbereich. Das Interesse an lokalpolitischer Arbeit ist den Brüdern ein wenig in den Schoß gelegt: Ihr Vater war selbst lange Gemeindevertreter.

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