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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 02:27 Uhr

Bildung : Modetrends 2017 bereits im Blick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Erste Vorlesung im Frühjahrssemester der Parchimer Nachwuchsakademie mit Diplom-Designerin Caroline Grosskopf

„Wie entstehen Trend und Mode?“ Dieser Frage widmete sich die erste Vorlesung im Frühjahrssemester der „Parchimer Nachwuchsakademie (PaNak)“. Die Auftaktveranstaltung musste in das Parchimer Kino Moviestar ausweichen, weil das Solitärgebäude des Landratsamts wegen eines Wasserschadens gesperrt war.

„Wir wollen nicht allein Wissen vermitteln, sondern auch versuchen, Verhalten zu beeinflussen“, formulierte Professor Bernd Klausch als Initiator den Anspruch der Vorlesungsreihe, die nunmehr ins siebte Semester gestartet ist.

„Gutes Design ist das Zusammenspiel zwischen Leidenschaft und Gelassenheit“, schickte die Diplom-Designerin Caroline Grosskopf ihrem Vortrag voraus. Die Diplom-Designerin war aus Hamburg angereist – dem Ort, wo sie außer in Berlin und Maastricht studiert hatte und jetzt als Dozentin und Beraterin arbeitet. In Schwerin schult sie außerdem Studenten im Fach Mode-Soziologie. Diese Lehr-Erfahrung merkte ihr das junge Publikum sogleich an, als die Dozentin die Bühne verließ und sich ohne Mikrofon mitten unter ihre Zuhörer begab.

„Eine Idee kann zum Trend werden, wenn sie Anklang in der Öffentlichkeit findet.“ Ein Trend gibt laut Caroline Grosskopf mögliche Entwicklungen in der Gesellschaft, Wirtschaft oder Technik wieder. „Er kann eintreten – muss es aber nicht.“ Es gebe kurzfristige Trends – „das, was aktuell in ist“. Und es gebe langfristige Trends – „das, was allen auf Dauer gefällt“. Ein langfristiger Trend in der Architektur seien beispielsweise energieeffiziente Häuser, im Automobilbau selbstfahrende Fahrzeuge. Die Mode sei der Bereich mit der kürzesten Trendspanne, weil jedes halbe Jahre neue Kollektionen gezeigt werden, Es gebe dort aber auch langfristige Trends. Als Beispiel führte Caroline Grosskopf den Hosen- oder Rockbund an, „der immer mehr von der Hüfte in die Taille hochrutscht“.

Designer, Agenturen oder Scouts suchen nach Trends, forschen nach Design-Richtungen und –Schwerpunkten oder beobachten den Markt. Daraus resultieren dann Vorschläge über das, was möglicherweise zukunftsträchtig ist. „Ein wirklicher Trend erzielt Aufmerksamkeit und Nachahmung.“ Es gebe bereits Studien, die sich mit möglichen Trends für den Herbst 2017 und den Winter 2018 befassen. Ideen werden in Bildern, Notizen, Farbmustern wie Kollagen auf großen Tafeln zusammengetragen, den so genannten Mood-Boards. In der Mode gehe es hauptsächlich um Formen und Farben. Hierbei haben sich die Designer weltweit auf das Pantone-System verständigt. Dort hat jede Farbe einen eigenen Code, „was Verwechslungen vermeidet und für klare Verhältnisse sorgt“.

 





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