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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

16. Dezember 2017 | 14:07 Uhr

Wirtschaft Lübz : Mittlerweile deutschlandweit aktiv

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Diethard Grosser von Handwerkskammer für 35-jähriges Jubiläum als Malermeister geehrt: Innung stolz auf Leistung in ihren Reihen

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Aus Anlass seines 35-jährigen Meisterjubiläums haben Bodo Naß und Birgit Ludwig von der Maler- und Lackiererinnung Westmecklenburg Süd Diethard Grosser, Inhaber der Maler Grosser GmbH, gestern im Auftrag der Handwerkskammer Schwerin eine Urkunde überreicht. „Ein in unserem Raum sehr bedeutungsvolles Ereignis. Wir wissen, welcher Kraftakt es war, so lange am Markt zu bestehen. Und dazu der Aufbau eines Geschäftes mit diesem Erfolg – Wahnsinn!“, sagt Naß. „Viele schaffen so etwas gar nicht. Wir sind stolz darauf, solch ein Jubiläum in unserem Bereich feiern zu können“, so Birgit Ludwig ergänzend.

Mit dem ihm bekannten Humor äußerte Grosser, dass das Jubiläum in der Firma vielleicht erst irgendwann im Laufe des Tages aufgefallen wäre, wenn die Handwerkskammer vorher nicht daran erinnert hätte. Mit seinen gegenwärtig 44, fast durchweg bei ihm ausgebildeten Beschäftigten erfüllt der Lübzer heute deutschlandweit Aufträge, momentan unter anderem in einem gut 20-stöckigen Hochhausneubau in Berlin. An die Anfertigung eines Meisterstücks für die damals so genannte „Industriemeisterausbildung“ im Jahr 1982 kann er sich auch aus einem speziellen Grund sehr gut erinnern: „Ich hatte 40 Fieber, war mit Antibiotika vollgepumpt und Wäsche zum Wechseln beladen, weil ich so geschwitzt habe.“ Grosser habe vor allem auch deshalb unbedingt durchhalten wollen, weil es überaus schwierig gewesen wäre, die Prüfung zu verschieben – die ihn testende Kommission war aus allen Himmelsrichtungen angereist. So hieß es, eine Woche lang früh morgens mit dem Trabant nach Rostock und abends wieder zurück zu fahren. Die Entfernung bezeichnet der Geschäftsmann als „glücklichen Zufall“, weil er noch kurz vorher nach Magdeburg beziehungsweise Dresden hätte fahren müssen. 1986 absolvierte Grosser dann in Güstrow über ein Jahr lang noch eine Handwerksmeisterausbildung, die auch Pädagogik und Betriebswirtschaft beinhaltete – Voraussetzung, um Lehrlinge ausbilden zu dürfen.

Den Sprung in die Selbstständigkeit wagte der heute 63-Jährige nach der Auflage des „Gesetzes zur Förderung des Handwerks“. Einen Betrieb zu eröffnen sei danach zwar einfacher gewesen als Material im Großhandel zu bekommen, aber unabhängig von diesem Missstand sei Grosser auf den Zug aufgesprungen: „Nachdem die private Handwerkerschaft weitestgehend zerschlagen war, merkte man, dass das Dienstleistungsgewerbe am Boden lag. Der Bedarf war so groß, dass ich fast jeden Tag bis Mitternacht gearbeitet habe.“ Größter Auftrag in der Geschichte der Firma waren die Malerarbeiten am Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems. Sie dauerten drei Jahre lang.

Allein in Baumaßnahmen hat der Handwerksmeister in seinen 1996 im Gewerbegebiet errichteten Firmensitz schätzungsweise 2,5 Millionen Euro investiert. Jährlich kommen rund 200 000 Euro für die Ausstattung des Unternehmens hinzu. Sie befindet sich auf einem ehemaligen Teilgelände mit der Bauleitung des einstigen Mineralwollewerks. Stehen geblieben ist von ihr nur das heutige Lager.

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