Spende für Dobbertiner Freundeskreis : Mit weiteren Ideen zum Ziel

Unterstützt das Orgel-Vorhaben, wo er kann: Marco Hempel vom Medien Haus Dobbertin. Den Scheck übernimmt Dr. Claus Cartellieri, Vorsitzender des Vereins „Freundeskreis Orgel – Klosterkirche Dobbertin“.
Unterstützt das Orgel-Vorhaben, wo er kann: Marco Hempel vom Medien Haus Dobbertin. Den Scheck übernimmt Dr. Claus Cartellieri, Vorsitzender des Vereins „Freundeskreis Orgel – Klosterkirche Dobbertin“.

Marco Hempel vom Medien Haus Dobbertin unterstützt den Freundeskreis Orgel. Das Geld stammt vom Kalenderverkauf

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08. November 2017, 12:00 Uhr

Einen grenzkolorierten Kupferstich von 1790 zeigt das Kalenderblatt November 2017, eine von insgesamt zwölf historischen Karten, die im vergangenen Jahr zum Kalender 2017 „Dobbertin und Umgebung auf alten Landkarten“ zusammengefügt wurden. Gefertigt von Marco Hempel vom Medien Haus Dobbertin – in Zusammenarbeit mehrerer Partner, darunter auch Dr. Claus Cartellieri, dem Vorsitzenden des Vereins „Freundeskreis Orgel – Klosterkirche Dobbertin e.V.“. Die Karte zeigt die südlichen Ämter des Mecklenburgischen Kreises, damals noch zugehörig zum Herzogtum Mecklenburg. Der Schriftsteller Franz Johan Joseph Reilly aus Wien fertigte ab 1789 einen Atlas mit dem Titel „Schauplatz der fünf Theile der Welt“ an, darunter auch die Karte. Eingezeichnet ist nicht nur der Dobbertiner See – wenn auch sehr eigenwillig –, sondern auch die Umrisse des Klosteramtsbezirks sind deutlich zu erkennen. Gründe, warum die Karte sich im Kalender wiederfindet.

Jetzt gut ein Jahr nach Fertigstellung des Kalenders neigt dieser sich dem Ende entgegen. Erneut sitzen Claus Cartellieri und Marco Hempel zusammen im Medien Haus Dobbertin. Der Neu-Dobbertiner hat etwas zu verkünden. Ein Teil des Erlöses kommt dem Verein und damit dem Orgel-Vorhaben zu Gute. Insgesamt 535 Euro konnte Claus Cartellieri, als Vereinsvorsitzender, in Form eines Schecks übernehmen. „Wir haben dieses Jahr einen wirklichen Sprung gemacht“, erzählt Claus Cartellieri. Damit meint der Vereinsvorsitzende die Zusage des Landes, das Vorhaben bis 2020 eine neue Orgel für die Klosterkirche Dobbertin anzuschaffen, mit 150 000 Euro zu unterstützen (wir berichteten). Ein großer Sprung, dennoch wissen die Vereinsmitglieder allesamt, dass ihr Engagement noch immer gefragt ist. „Wir haben weitere Ideen, die wir gemeinsam umsetzen wollen“, sagt auch Marco Hempel.

Die Zeit rennt, in genau 784 Tagen beginnt das Jahr 2020 – dann feiert das Kloster 800-jähriges Bestehen. Dann soll eine neue Orgel in der Klosterkirche erklingen. Darauf arbeiten die Mitglieder des Freundeskreises seit Jahren hin. Benefizkonzerte, Hefte, Vorträge, Lesezeichen, Kalender... die Liste der Projekte ist lang.

Marco Hempel erinnert sich noch sehr gut an die Idee, einen Kalender mit historischen Karten entstehen zu lassen. „Herr Cartellieri kam im strömenden Regen mit vergoldeten Karten zu mir. Seine größte Sorge allerdings war, dass beim Scannen das Gold abgeht, nicht der Regen“, erinnert sich Marco Hempel.

In wenigen Wochen wird ein letztes Mal umgeblättert, das letzte Kalenderblatt zeigt einen Stahlstich von Oberleutnant Renner, gefertigt 1849. Kurios: Die Karte zeigt „Mecklenburg: Schwerin und Strelitz“. Für viele kleine Nachbarorte hatte Oberleutnant Renner die Kirchen eingezeichnet, so zum Beispiel die Belower Kirche, das Kloster Dobbertin allerdings nicht. Warum das so ist, das wird auf ewig ein Geheimnis bleiben. Geheim sind die weiteren Vorhaben des Dobbertiner Freundeskreises allerdings nicht. Bis zum Jubiläumsjahr 2020 wird noch einiges passieren. Aufgeben war für alle Dobbertiner und Unterstützer nie eine Option. So wird es auch im kommenden Jahr Ideen rund um das Orgel-Vorhaben geben, das verrät Claus Cartellieri schon jetzt.

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