Alternative : Mit Sonnenenergie die Kasse füllen

Errichtung eines Solarparks – in Gaarz  werden  die Weichen dafür gestellt.
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Errichtung eines Solarparks – in Gaarz werden die Weichen dafür gestellt.

Der Bebauungsplan „Photovoltaikanlage Gaarz“ liegt nach seiner erneuten Präzisierung zur Einsicht aus . Plaus Stadtvertreter beschäftigten sich nochmals mit den Details.

svz.de von
05. März 2014, 22:00 Uhr

Hinsichtlich Windenergie ist Plau am See ohne Ambitionen. Warum liegt auf der Hand: Windräder, die heute Höhen von knapp 200 Metern erreichen, sind kontraproduktiv für den Luftkurort, der touristisches Schwerpunktgebiet ist. „Dennoch“ so Plaus Bürgermeister Norbert Reier, „sind wir anderen Formen alternativer Energiegewinnung gegenüber aufgeschlossen und wollen sie auch nutzen.“

Das zeigt auch der Beschluss zur Errichtung der „Photovoltaikanlage Gaarz“, der bereits im Juni vor zwei Jahren gefasst worden war. Umfasste das Sondergebiet anfangs 9,3 Hektar vorwiegend landwirtschaftlich genutzter Fläche, ist das vorgesehene Areal westlich der Bundesstraße 3 inzwischen um fast 60 auf nun 70 Hektar erweitert worden. „Wir brauchen die Größe, um die Einspeisung des Stroms rentabel gestalten zu können“, sagte Bürgermeister Norbert Reier.

Auf der jüngsten Stadtvertretersitzung, die den überarbeiteten Entwurf, dessen öffentliche Auslegung und die damit notwendige Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt beschloss, waren nochmals Planungsdetails wie die vorgesehenen Abstände zur Gaarzer Wohnbebauung, der Sichtschutz und ähnliches erörtert worden. Mirko Leddermann von der Baukonzept Neubrandenburg GmbH unterstrich, dass die Anlagen so konzipiert werden sollen, dass sich die Baukörper ins Landschaftsbild einfügen und ohne negativen Umweltauswirkungen bleiben. Auch werde schon in der Planung dafür Sorge getragen, dass die Beeinträchtigung für die Gaarzer Einwohner durch eine Eingrünung des Standortes so gering wie möglich sein werde.

Das Gaarzer Solarprojekt wird übrigens komplett ohne Förderung geplant, was die Frage nach seiner Wirtschaftlichkeit noch viel wesentlicher und die nachgebesserte Größe der ausgewiesenen Flächengröße nachvollziehbar macht. Vor den Hintergrund immer klammer werdender Kassen sieht die Stadt auf den eigenen Flächen zudem die Möglichkeit, ihre Einnahmen durch Pacht zu erhöhen. Pro Hektar Ackerland kann sie 150 bis 180 Euro erzielen. Bei einem Solarpark sind es 800 Euro.

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