zur Navigation springen

Baugeschehen in Lübz : Mit nur gut 40 zu Grabe getragen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der unsanierte Teil der Regionalen Schule in Lübz wurde abgerissen. An den neuwertigen isolierverglasten Fenstern hatte so gut wie niemand mehr Interesse.

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Binnen nur gut zwei Tagen hat eine Abbruchfirma mit Hilfe von zwei jeweils 27 Tonnen schweren Hydraulikbauern den größten Teil des unsanierten Bereiches der Regionalen Schule eingeebnet. Mit Reißhaken beziehungsweise Abbruchzange ausgerüstet, haben sich die Geräte durch das dreistöckige Betongebäude gefressen. Während man mit dem Haken auch besonders hoch gelegene Bauteile erreicht, besteht der Vorteil der Zange nicht nur in ihrer großen Brechkraft, sondern auch darin, dass sich ebenfalls bei diesem Auftrag schwere Bauteile wie in diesem Fall Betonplatten packen, herausreißen und kontrolliert am Boden ablegen lassen.

Zur Größenvorstellung: Das erst Mitte der 1970er-Jahre errichtete Gebäude besaß einen umbauten Raum von rund 17 200 Kubikmetern. „Ein so genannter Typenbau für Schulen, wie er in der gesamten DDR verwendet wurde“, erläutert Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau im Amt Eldenburg Lübz. Unterschiede habe es nur in nichttragenden Teilen der Fassade gegeben: Im ehemaligen Bezirk Schwerin wurden für sie Gasbeton- statt wie sonst durchgängig Betonelemente verwendet.

Nach der Wende war hauptsächlich in die Fassadendämmung und den Austausch sämtlicher Fenster gegen neue Exemplare mit Kunststoffrahmen und Doppelverglasung noch einmal viel Geld geflossen. Danach gab es jedoch viele Feuchtigkeitsschäden, was auch am Einbau der Fenster gelegen haben kann. Auf jeden Fall hätten sich Salomon zufolge nahezu keine Interessenten für sie gefunden. „Das Gebäude wurde abgerissen, weil es auch langfristig gesehen immer weniger Kinder gibt und man das Gebäude nur für Schulzwecke hätte nutzen können“, sagt er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen