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Ausfahrt in Wendisch Priborn lockt auch Brandenburger : Mit Kremsern in den goldenen Herbst

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Von Wendisch Priborn aus zogen am Sonnabend bespannte Pferdewagen, Kutschen und Reiter durch eine sonnendurchflutete, goldfarbene Herbstlandschaft. Diese traditionsreiche Veranstaltung findet grenzüberschreitend statt.

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erstellt am 22.Okt.2012 | 10:32 Uhr

Wendisch Priborn | "Diese Veranstaltung hat bei uns bereits Tradition und findet grenzüberschreitend statt, denn neben unseren Einwohnern kommen auch viele aus dem benachbarten Brandenburgischen", erzählt Horst Seehafer, der gemeinsam mit seiner Familie und vielen Helfern diese Ausfahrt organisierte und begeisterter Pferdeliebhaber ist. Jana Hahn und Renate Rautenberg sind zwei seiner Helferinnen. Sie haben großen Listen parat und teilen die Fahrgäste auf die Kremser und Kutschen auf und kassieren den Kostenbeitrag. "Diese Kremserfahrt zeigt, dass man auch mit wenig Geld viel bewegen kann. Was man braucht, sind engagierte Mitstreiter, die sich für die Sache und das Gemeinwohl einsetzen, und von diesen Leuten haben wir etliche", freute sich Bürgermeister Klaus Fengler, Gemeindeoberhaupt von 436 Einwohnern. Die Gemeinde unterstütze die Veranstaltung moralisch. Nach einer Tasse Kaffee, einem belegten Brötchen als zweites Frühstück und erstem Plausch sammeln sich alle, und es erklingt ein Jagdhorn als Zeichen zur Abfahrt.

Das Ziel kennen die wenigstens, es ist stets eine Überraschung. "Zwei bis drei Wochen zuvor bin ich mit der Familie unterwegs, suchen die Wegstrecken ab und spreche mit den Bauern, denn die Wegstrecke muss auch pferdefreundlich sein", erzählt Seehafer. Das heißt, dass die Landwirte ihre Flächen für die Ausfahrt freigeben und die unbeschlagenen Vierbeiner auf dem Boden gut zurecht kommen. Außerdem soll die Natur pur zu erleben sein.

In diesem Jahr ging es in Richtung Flaut und über den Altenhofer Weg bis kurz vor Tönchow und dann querfeldein bis zum Massower See. Dort wartete das schmackhafte Mittagessen auf die rund 120 Teilnehmer, darunter auch 15 Reiterinnen und Reiter.

Nach dieser Stärkung und der verdienten Pause für die Zugtiere ging es wieder zurück zum Liebhof, der einstigen Bauernstelle.

Dort aber war noch kein Ende, denn hier wurde die Tour bei Kaffee und Kuchen gemeinsam ausgewertet, und man verabredete sich gleich wieder für das nächste Jahr.

Die Zeit bis dahin ist aber gar nicht so lang, denn zwischendurch, so Klaus Fengler, treffen sich die Pferdeliebhaber zu weiteren Veranstaltungen beiderseits der Landesgrenze.

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