Goldberg : Mit jungen Menschen arbeiten

Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort: Die Amtsjugendpflege in Goldberg-Mildenitz schließt Projekte in den Grundschulen wie in Mestlin mit ein.
Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort: Die Amtsjugendpflege in Goldberg-Mildenitz schließt Projekte in den Grundschulen wie in Mestlin mit ein.

Thema der Woche: Welche Angebote nutzen Jugendliche aus der Region? Heute: Seit 2018 gibt es Amtsjugendpflege als Modellprojekt

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27. Januar 2020, 19:00 Uhr

Aus den Kinderschuhen herausgeschlüpft und doch noch nicht richtig erwachsen. Es existieren verschiedene Definitionen, was die Jugend eigentlich ist. Klar ist, dass Jugendliche, oder besser gesagt Teenager, im Alter von 13 bis 19 Jahren sind und Schule, Freunde, Hobbys ihren Alltag bestimmen. Jugendarbeit ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit. SVZ geht diese Woche der Frage nach, wie sie in der Region gestaltet wird. Welche Angebote gibt es in Parchim, Goldberg, Plau und Lübz? Heute: Seit 2018 läuft das kreisweite Modellprojekt Amtsjugendpflege.

Pizza, Burger, Spaghetti – alles selbst gemacht. Jeden Montag kommen im Goldberger Jugendclub leckere Sachen auf den Tisch. Die Jugendlichen aus dem Amtsbereich greifen hier regelmäßig zum Kochlöffel. Und dann gibt es eben das, was sie am liebsten essen. Nicht nur montags ist der Jugendtreff unweit vom Stadtpark fester Anlaufpunkt für die Goldberger Jugendlichen. Auch donnerstags kann jeder ab 14 Uhr hier seine freie Zeit verbringen. Seit zwei Jahren ist Johann Oltmanns-Leimgruber Amtsjugendpfleger. Auch in Plau gibt es mit Thomas Küstner seit 2018 einen Amtsjugendpfleger. Somit gehören die Kommunen Goldberg-Mildenitz und Plau am See zu den drei Modellregionen, in denen das kreisweite Projekt durchgeführt wird.

„Ziel des Projektes ist es, die Jugendarbeit zu erhalten und weiter zu entwickeln. In den Regionen Goldberg-Mildenitz, Ludwiglust Land und Plau am See ist die Arbeit sehr gut angelaufen. Das Projekt hat sich hier positiv entwickelt“, berichtet Heike Schweda, Vorsitzende vom Jugendhilfeausschuss im Kreistag. Die Arbeit der Amtsjugendpfleger werde von allen Kreispolitikern und Vertretern des Kreisjugendringes unterstützt. Die finanziellen Mittel tragen der Kreis, die Kommunen und Ämter, so Schweda weiterhin.

Amtsjugendpfleger wie Johann Oltmanns-Leimgruber und Thomas Küstner seien „in der Fläche tätig.“ Sie entwickelten die Jugendarbeit vor Ort weiter und vernetzten sich mit anderen Partnern in der Region. Und was nicht zu kurz kommen sollte: sie sind für die Jugendlichen da. Nicht nur für die Bespaßung am Nachmittag, sondern auch als feste Ansprechpartner, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. So besuchen inzwischen zehn bis 15 Jugendliche den Club in der Goldberger Parkstraße regelmäßig. Das war nicht von Anfang an so. Der Jugendhilfeausschuss beschloss 2017, das Projekt für eine Laufzeit von zwei Jahren durchzuführen. Vergangenes Jahr entschied er sich, den Zeitraum bis 2021 zu verlängern und in vier weiteren Ämtern Jugendpfleger zu beschäftigen. „Es wurden Gespräche mit dem Amt Dömitz-Malliß, Neusatdt-Glewe und Eldenburg-Lübz geführt, die sich bereit erklärten, mitzuarbeiten“, sagt Heike Schweda. Die bislang positiven Erfahrungen würden eine Förderung des Projektes auch nach Ablauf der Laufzeit 2021 möglich machen – erste Vorbereitungen liefen bereits.

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