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Messe für Ernährung, Landwirtschaft und gartenbau : Mit großen Tieren bei Grüner Woche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Neugestaltung der Länderhalle von Mecklenburg-Vorpommern kommt bei Ausstellern und Besuchern gut an

Das ist ein Auftakt mit etwas Lampenfieber für Marle Rühe gewesen. Die erst 12-Jährige stand neben den großen Rindern mit ihrem leicht lockig-welligen Fell und anderen Jungzüchtern Deutschlands mitten in der großen Tierhalle und konnte ein tolles Schaubild präsentieren. Das Motto „Von der Weide auf den Grill“ war eine klare Botschaft an die vielen Messebesucher aus aller Welt, wofür die Jungzüchter stehen. Doch vor einer Mottoschau und den Repräsentationspflichten kommt die harte Pflegearbeit. So striegelte Marle die Kuh Kiqu II, die Siegerin ihrer Klasse bei der Bundesschau Schwarz-Rot-Gold-Robust wurde. Gemeinsam mit ihren Eltern ist Marle bei der Grünen Woche und stolz, dass sie im Bereich der Jungzüchter sogar einen eigenen Auftritt hatte. „Besonders das lockige Fell und die Zahmheit dieser Tiere liebe ich“, sagt die 12-Jährige, die auch einen Preis im bundesweiten Wettbewerb überreicht bekam. Dabei ging es um Ideen und Vorschläge, auf der Homepage eine eigene Jungzüchterseite zu gestalten und mit Leben zu erfüllen.

Nicht weit ab von der großen Tierhalle ist die Halle 5.2b, die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern, zu finden. Auch unsere Region ist hier vertreten und bei einer kleinen Umfrage unter den Ausstellern war schnell klar, dass die Neugestaltung der Halle viel Anklang fand. „Es ist in diesem Jahr insgesamt ein gelungener Auftritt, die Verweildauer der Besucher ist etwas länger und man hat als Aussteller auch Zeit, die vielen Fragen zu beantworten“, sagt Randolf Beck vom „Lübzer Amtsturm“. Es ist sein 22. Messeauftritt insgesamt und sein achter als selbständiger Gastronom. Er betreibt mit der Sanddorn Storchennest GmbH aus Ludwigslust einen Gemeinschaftsstand. „Das hat den Vorteil, dass man sich ergänzt und sich auch vertreten kann. Wir sind schon eine kleine Messefamilie“, sagt Manuela Cassube und zapft statt Bier Sanddorngeist.

Schräg gegenüber ist Dirk Meyn vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Rom zu finden. Sohn Arne präsentiert neben unzähligen Samensorten frische Frühlingsblüher. „Wir sind sehr zufrieden, die Neuorientierung ist für die Besucher übersichtlicher und wir können schon etliche Stammkunden begrüßen“, meint der Chef. So geht es auch Rita und Ralf Schwanebeck von der Draisinenbahn Karow. Für sie ist der Messeauftritt in Berlin sehr wichtig. „Vor allem merken wir das an steigenden Buchungszahlen in den ersten Wochen nach der Grünen Woche“, erzählt Ralf Schwanebeck. 70 Draisinen, darunter 25 E-Draisenen stehen auf den Strecken Karow-Borkow und Waren-Schwinkendorf bereit. Viele Besucher kommen vorbei und erzählen von ihren Erlebnissen auf ihren Touren und dieser Imagegewinn ist enorm wichtig. Das sieht auch Frank Kremer von der Mecklenburger Landpute so. „Es geht hier nicht um Gewinn, es geht um Imagepflege, um Repräsentation unserer Firma und unserer Produkte. Außerdem führen wir Gespräche mit Großkunden“, erzählt Kremer. Der 15. Messeauftritt ist ein kleines Jubiläum und man kann durchaus auch wieder Neues vorstellen. Neben den Mini-Putis in neuer Verpackung, die schon auf der MeLa vorgestellt wurden, werden die Landwurst (Mettwurst mit Pfefferkörnern) und der neue hochwertige Bierschinken vorgestellt. Ganz viele Fragen gibt es auch zu den neuen Waldlandputen, deren Haltung im Freien in Bild vorgestellt werden. Erstmalig, so Cornelia Hass am Stand vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und Landurlaub e.V. wird der Landkreis Ludwigslust-Parchim an diesem Stand vermarktet. „Das ist besonders gut, denn so kann der Messebesucher an einem Stand sich komplett und rundum informieren“, ist sich die Standbetreuerin sicher. Besonders gefragt ist der Aktivurlaub mit der Verbindung von Wandern zu Fuß und per Rad sowie der Reiturlaub.

Auch wenn die Aussteller angesichts der Neugestaltung der Halle sich sehr zufrieden zeigen, so haben sie noch einen Wunsch: Dass im nächsten Jahr die Abstimmung der Programme auf den beiden Bühnen besser erfolgt. „Da die beiden Bühnen jeweils an den Endpunkten der Länderhalle stehen, werden Aussteller und Besucher gleichermaßen beschallt und man versteht sein eigenes Wort nicht mehr. Ein Wechsel der musikalischen Auftritte würde mehr Qualität bringen“, so das Credo der Aussteller.




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erstellt am 22.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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