Landtagswahl - die Direktkandidaten : Mit Frauenpower in den Landtag

Keine Unbekannte: Angelika Lübcke kandidiert für den Landtag.
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Keine Unbekannte: Angelika Lübcke kandidiert für den Landtag.

Angelika Lübcke (Die Achtsamen) will in den nächsten Landtag einziehen, um den Verwaltungen auf die Finger schauen zu können

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13. August 2016, 12:00 Uhr

Sie ist keine Unbekannte in der Region – Angelika Lübcke. Aktiv im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr Siggelkow, im Landfrauenverband, Gleichstellungsbeauftragte im Amt Eldenburg Lübz und Bürgermeisterin von Siggelkow. Und das seit 1994. Politisch aktiv war Angelika Lübcke aber bereits zu DDR-Zeiten. „Damals gehörte ich dem Bezirkstag für die Bauernpartei an. Das waren sehr interessante und spannende fünf Jahre.“ Eigentlich ist Angelika Lübcke Diplom-Agraringenieurin. Doch nach der Wende verlor sie ein wenig den Anschluss. Hat vier Kinder bekommen, drei Söhne, eine Tochter. Alle wohnen noch immer in Siggelkow, erzählt die gebürtige Perlebergerin, die es bereits 1983 nach Siggelkow verschlug. Mittlerweile ist sie auch schon vierfache Oma. „Alles Jungs!“ Die Familie hält sie auf Trab, ein Hausbau kommt obendrauf. Doch der ist bald abgeschlossen.

Langeweile kommt bei Angelika Lübcke also nicht auf. Der Terminkalender ist nicht nur ehrenamtlich, sondern auch beruflich voll. Ihre politische Reise soll weitergehen – wenn möglich bis nach Schwerin. Angelika Lübcke kandidiert für die Partei „Die Achtsamen“ im Wahlkreis 31 Ludwigslust-Parchim IV. „Ich kenne als Bürgermeisterin sehr gut die Sorgen und Nöte der Bürger. Meine Stärke ist die Kommunikation. Ich spreche lieber direkt mit den Leuten.“ Das will die 56-Jährige auch in den Landtag einbringen, wenn sie gewählt wird.

Kraft und Kontakte hat Angelika Lübcke zu bieten, hält sich mit Laufen fit. Seit 1994 ist die Siggelkowerin in der Projektarbeit tätig, hat derzeit ein Büro im Mehrgenerationenhaus Lübz. Von dort aus koordiniert sie Projekte für den Jugendförderverein Parchim-Lübz. Die Arbeit macht Spaß. „Ich habe viele Netzwerkpartner, das ist sehr hilfreich.“ Auch für die Arbeit im Landtag.

Aus Erfahrung als Bürgermeisterin weiß Angelika Lübcke, wo die Brennpunkte in der Region liegen. „Die derzeitige Verwaltungsstruktur ist für mich eine große Geldfressmaschine. Wenn wir Bürgermeister hauptamtlich tätig wären, wären wir schon viel weiter.“ Denn nicht alles läuft zu ihrer Zufriedenheit. Die Siggelkowerin ist sich sicher, dass sie ohne Amt vieles unkomplizierter regeln könnte – „gerade bei Fördermitteln“. „Mir ist die Verwaltungsstruktur zu starr, da fehlt einfach Power.“ Deshalb wolle Angelika Lübcke, wenn sie gewählt wird, vor allem der Verwaltung mehr auf die Finger schauen.

Auch bei den Finanzen drückt oftmals der Schuh in den Gemeinden. „Die Umlagen steigen immer mehr, wir sind die letzten in der Kette und dann bleibt nichts mehr übrig.“ Doch von Dorffesten und gemeinsamen Aktivitäten auf dem Dorf lebt eine Gemeinde. Dafür fehlt aber oftmals das Geld. „Ich wünsche mir, dass wir uns bei den Ehrenamtlichen einfach mehr bedanken können. Doch genau das bleibt oftmals aus.“ Das Land lutsche die Gemeinden aus. „Ich sehe es nicht ein, dass bei den sozialen Aufgaben gespart werden soll. Das muss sich ändern. Genau dafür möchte ich im Landtag kämpfen.“

Angelika Lübcke ist aktiv, keine Unbekannte. Sie setzt auf ihre Stärke, die Kommunikation – und gemeinsam mit vier weiteren Frauen kämpft sie für „weibliche Kompetenz in den Landtag“.

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