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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. Oktober 2017 | 11:17 Uhr

Weitblicke : Mit Flächenplan Zukunft gestalten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Region um Dobbertiner und Goldberger See muss sich entscheiden: Will sie einen touristischen oder gewerblichen Weg einschlagen?

von
erstellt am 10.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Wie ein roter Faden hat sich die Thematik, die Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplanes für den Amtsbereich Goldberg-Mildenitz durchs vergangene Jahr gezogen. Es ist ein Instrument der Raumordnung. Wie soll in Zukunft das Gebiet um Dobbertiner und Goldberger See gestaltet werden? Touristisch? Gewerblich? Oder beides? Bereits in 2015 haben sich die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden mit dem Thema befasst. Die Debatte wurde im vergangenen Jahr fortgeführt. Amtsvorsteher Dirk Mittelstädt sieht im sogenannten F-Plan eine gute Chance für die Region. „In diesem Jahr wird die Erstellung des F-Plans unsere größte Herausforderung auf Amtsebene sein“, verdeutlicht er in einem SVZ-Gespräch. Als eine von drei Modellregionen werde dem Amt nun die Möglichkeit gegeben, Analysen, Prognosen für die Zukunft erstellen zu können – unterstützt wird es vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung als Pilotprojekt. „Zusätzlich werden wir von Prof. Dr. Adolphi von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung begleitet“, erklärt der Amtsvorsteher. Für ihn hat die Erstellung des sogenannten F-Planes in diesem Jahr oberste Priorität. Eine erste Auftaktveranstaltung zum Regionalen Flächennutzungsplan soll es im Frühjahr dieses Jahres geben.

Innovative Ideen haben auch im vergangenen Jahr Masterstudenten des Studiengangs Landschaftsarchitektur der Fachhochschule (FH) Erfurt geliefert (wir berichteten). Sie hatten die Region bereits im Herbst 2015 unter die Lupe genommen. Aus ihren Analysen wurden Konzepte entwickelt; vorgestellt und präsentiert wurden diese dann im vergangenen Jahr vor großem Publikum. Ein Museum für Goldberg in Form eines Baumes oder ein Seerundweg entlang des Dobbertiner Sees sind nur zwei Konzepte. „Mit den Arbeiten werden wir uns enger befassen. Auch in weiteren Ausstellungen werden die Konzepte zu sehen sein“, verdeutlicht Dirk Mittelstädt. Einiges soll auch in den Regionalplan einfließen.

Zwei weitere Auszubildende konnten in der Amtsverwaltung im vergangenen Herbst noch eingestellt werden. „Wir haben vorausschauend geplant. Und darauf geachtet, dass wir junge Leute einstellen, die auch in der Region bleiben wollen“, erklärt Amtsvorsteher Dirk Mittelstädt. Jetzt besteht das Azubi-Team aus drei jungen Leuten – Michelle Krafczik, Annabelle Bünger und Hannes Grube.

Leitbildgesetz, Doppelhaushalt, Eröffnungsbilanzen, finanzielle Situation der Gemeinden... haben die Kommunalpolitiker des Amtsausschusses auch in 2016 beschäftigt. Schließlich könnten die besten Ideen nicht ohne Geld umgesetzt werden. „Vieles hängt vom Haushalt ab. Da sind wir im vergangenen Jahr zum Beispiel mit Aussichtsturm und Seerundweg steckengeblieben.“ Diese Vorhaben sollen in diesem Jahr erneut angegangen werden.

Wie ein Damoklesschwert schwebt das Leitbildgesetz MV noch immer über den Gemeinden. Von Gemeindefusionen aber hält Dirk Mittelstädt nichts. „Auf Dauer ist dieses Gesetz keine Lösung.“ Deshalb führt der Goldberger Amtsvorsteher weitere Kooperationsgespräche – mit den Ämtern Plau am See und Eldenburg Lübz. „Ich denke, dass wir mit Kooperationen letztendlich mehr erreichen werden.“ Der Amtsvorsteher wünscht sich eines von Land und Landkreis: „Eine bedarfsgerechte Finanzausstattung der Gemeinden. Es bringt nichts, wenn wir uns dumm und dusselig sparen.“

 

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