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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 13:15 Uhr

Gute Aussichten : Mit den Löschzwergen fängt es an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plauer Jugendfeuerwehr zieht bei der Jahresversammlung einen positive Bilanz / regelmäßige Ausbildungseinheiten sichern Nachwuchs

Nachwuchsmangel bei der Feuerwehr? Nicht in Plau. Hier reißen sich Mädchen und Jungen darum, bei der Jugendwehr mitzumachen. Auf der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Plau am See in der vergangenen Woche (SVZ berichtete) zog auch die Nachwuchsabteilung Bilanz. Und diese konnte sich sehen lassen und verdient auch den Respekt und die Achtung der Erwachsenen. Höhepunkt dieser Anerkennung war die offizielle Übergabe des Fahrzeugschlüssels für den Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Jugendfeuerwehr durch den Bürgermeister Norbert Reier an Jugendwartin Christin Roesch.

Die Plauer Jugendwartin war an diesem Abend sehr gefragt, denn immer wieder wurde sie nach vorn gerufen und konnte unterschiedliche Schecks für ihre Arbeit mit den 24 Mädchen und Jungen entgegennehmen. Die Spenden kamen vom Feuerwehr-Förderverein, vom Plauer CDU-Stammtisch, vom Lionsclub Parchim und auch vom Bundestagsabgeordneten Frank Junge (SPD).

Die Nachwuchsabteilung der Plauer Feuerwehr gliedert sich in zwei Gruppen, zum einen sind es die Kleinen, die auch als Löschzwerge bezeichnet werden und zum anderen die Jugendfeuerwehr. In der ersteren Gruppe sind es acht Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und in der anderen Gruppe sind es die über Zehnjährigen. Gerade diese Altersspanne von 6 bis 16/17 Jahren zeigt, welche Verantwortung die Jugendwarte in ihren Gruppen haben und wie unterschiedlich die Arbeit organisiert werden muss, um möglichst viele bei der Stange zu halten.

In Plau treffen sich die Kinder und Jugendlichen alle 14 Tage für jeweils zweieinhalb Stunden. Während sich die Löschzwerge vorrangig spielerisch mit dem Thema Feuerwehr befassen und sich durch Basteln und Gestalten dem Thema Erste Hilfe und mit kleinen Experimenten sowie vielen Spielen dem wichtigen Thema Brandschutzerziehung nähern, lernen die Größeren das konkrete Feuerwehr-Abc. Da geht es bereits um die Geräte- und Fahrzeugkunde, die Feuerwehrdienstvorschriften und das Erlernen der verschiedenen Knoten, bei der Jugendwehr heißt das Stiche und Bunde.

„Natürlich muss das alles so organisiert werden, dass der Spaß und die Freude nicht zu kurz kommen, sonst sind die Jugendlichen nicht zu halten“, sagt die Jugendwartin. Zudem stehen Zeltlager, Exkursionen und ähnliches hoch im Kurs und dienen auch der Kameradschaft. Dieses Aufeinanderverlassen in der Feuerwehr kann später überlebenswichtig sein, und deshalb wird sehr auf das Teamgeschehen und faire Regeln bei Wettbewerben geachtet. Auf etlichen Wettbewerben stellten sie ihr Können bereits unter Beweis und konnten mit guten Platzieren glänzen. Beim Amtswehrtreffen in Wendisch Priborn traten neben den „Großen“ auch die Löschzwerge an und haben sich in einem extra Parcours gemessen.

Aber nicht nur innerhalb der Feuerwehr in Plau oder bei ihren Partnern in Plön beim Zeltlager treffen sie sich. Sie sind auch an vorderster Stelle, wenn es um gesellschaftliche Dinge geht. Im Sommer beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen an einer Müllsammelaktion in der Seestadt und trugen so zur Sauberkeit der Stadt bei. „Gerade derartige Aktionen tragen sehr zur positiven Imagebildung unserer Nachwuchswehr bei, und wir geben damit ein wenig zurück, von der Unterstützung, die wir durch die Stadt erfahren“, sagt Christin Roesch. Etwas emotional wurde dann der Dank der Jugendwehr, als der kleine Löschzwerg Alexander Lipkow und Pascal Noah von der Jugendfeuerwehr dem Wehrführer Roland Tackmann für die viele Unterstützung dankten, die die Wehr und insbesondere Tacki, wie er genannt wird, dem Nachwuchs zukommen lassen.

 

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