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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 18:02 Uhr

Dobbertin : Mit dem richtigen Kniff zum Engel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Handarbeitsgruppe Dobbertin trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat. Dieses Mal wurde es schon ein wenig weihnachtlich

von
erstellt am 09.Nov.2017 | 12:00 Uhr

Kerzenschein, Kaffee und Kuchen – so beginnt der Handarbeitsnachmittag im Dobbertiner Gemeindezentrum. Gemütlich eben. Hier ist jeder willkommen, das ist sofort zu spüren. „Wir trinken erst einmal Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Das gehört dazu“, erzählt Sieglinde Schulz. So wird sich nicht nur auf den Nachmittag eingestimmt, sondern auch schon mal ein wenig auf die bevorstehende Adventszeit. Eine illustre Runde findet sich immer am ersten Donnerstag im Monat im Gemeindezentrum ein. „Die Handarbeitsgruppe besteht seit vielen Jahren“, erzählt Elke Lehmann. Gemeinsam mit ihrem Mann Ottfried gehört sie zur Gruppe.

Basteln, Häkeln, Stricken... die Bandbreite der Handarbeiten ist groß. Vor allem zwei – so sagt Sieglinde Schulz – stechen aus der Gruppe hervor: Inge Schädlich und Karin Martens. Die beiden Frauen kennen sich aus mit Handarbeiten, teilweise von Berufswegen. Heute geben die beiden Frauen ihr Können an ihre Mitstreiter weiter. „In den Anfängen der Handarbeitsgruppe war es noch so, dass die Senioren, die nicht stricken oder basteln konnten, Kuchen gebacken haben“, erinnert Sieglinde Schulz. „Die beiden haben zudem immer Heimlichkeiten vor uns“, wirft Elke Lehmann hinterher. Gerade das macht aber die Handarbeitsgruppe aus.

Der letzte Schluck Kaffee ist genommen, die Kuchenreste sind weggewischt. Karin Martens und Inge Schädlich beginnen mit ihrer Arbeit. Für die Rentnerweihnachtsfeier muss noch ein kleines Gastgeschenk gebastelt werden. Die beiden Frauen haben sich etwas Süßes einfallen lassen – im wahrsten Sinne des Wortes. Einen Engel aus Serviette und Schokoladen-Praline wird es geben. Noch liegen die goldenen Servietten in ihrer Verpackung. „Wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch einen für Zuhause basteln. Aber erst einmal für die Rentnerweihnachtsfeier“, sagt Karin Martens. Gesagt, getan.

Die Servietten sind herumgereicht. Inge Schädlich erklärt, wie’s geht. Sie hält die Serviette hoch und geht Schritt für Schritt vor. „Inge, brauchen wir eine Schere?“, fragt Sieglinde Schulz. Inge Schädlich verneint. Heute sind nur die richtigen Kniffe gefragt. „Ihr nehmt die Serviette auseinander, wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Blatt wegnehmen. Dann faltet ihr eine Treppe, wie eine Ziehharmonika muss die Serviette anschließend aussehen.“ Während Inge Schädlich die Arbeitsschritte erklärt, ist sie bereits am Falten. Mit geschickten Kniffen geht die versierte Bastelfrau zu Werke. Ihre Mitstreiter tun es ihr nach. „Ihr dürft nicht zu breit falten. Und am Ende muss ein goldener Streifen zu sehen sein“, gibt es die nächsten Anweisungen von Inge Schädlich.

Es wird gefaltet, was das Zeug hält. Dann kommt die Schoko-Praline zum Einsatz. Sie dient als Kopf des Engels. Die Serviette wird um die Kugel gelegt, mit Schleifenband befestigt. Ganz zum Schluss darf das wichtigste am Engel nicht fehlen: Die Flügel. Karin Martens hat diese bereits vorbereitet – mit Klebestreifen. Auf der Rückseite unterhalb des Kopfes festkleben und andrücken. Fertig ist das Gastgeschenk für die Dobbertiner Rentnerweihnachtsfeier – ein Süßes und Schützendes zugleich.

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