zur Navigation springen

20 Fragen zum Wochenende : Mit dem Boot quer durch Schweden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Diesen Traum möchte sich Dr. Uwe Schlaak noch erfüllen. Der Plauer setzt sich vielseitig für seine Stadt ein. Heute stellt er sich den 20 Fragen der SVZ.

von
erstellt am 31.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Schon als Kind kam Dr. Uwe Schlaak regelmäßig nach Plau am See, um hier seine Ferien zu verbringen. Im Jahr 1991 entschloss er sich, ganz in den Luftkurort zu ziehen, um sich neu zu orientieren. Mit einer eigenen Werkstatt für Boote und Motoren machte sich Dr. Uwe Schlaak selbstständig bis er 2008 in den Ruhestand ging. Doch an Ruhe ist bei ihm noch lange nicht zu denken. Der Plauer engagiert sich vielseitig in seiner Stadt, hilft wo er kann und packt mit an. Als Stadtvertreter setzt er sich für die Belange der Einwohner ein und unterstützt als Bausachverständiger ehrenamtlich den Mietverein. In der Sommersaison ist der Rentner zudem Aushilfshafenmeister an der Metow und kümmert sich um die Beschilderung und die Rad- und Wanderwege in der Region. Heute beantwortet Dr. Uwe Schlaak die 20 Fragen zum Samstag.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Natürlich am Plauer See, wo die Elde ihren weiteren Lauf zur Elbe nimmt, am Kalkofen und Metow. Hier kommen die Weite des Sees und das rege Treiben auf dem Fluss zusammen.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Darüber denke ich nicht nach, weil es nicht meinen Ambitionen entspricht. Ich bin mit unserem Bürgermeister im Großen und Ganzen zufrieden. Wenn wir unterschiedliche Positionen haben, klären wir sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen ?
An meinem Lieblingsplatz, wenn ich Dienst als Aushilfshafenmeister habe. Ansonsten in unserem Kleingarten.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Im Studium als Kleindarsteller im DEFA-Film „Abschied“ nach der Biografie von Johannes R. Becher. Wir spielten eine Gymnasiasten-Abschlussfeier und mussten die Kaiserhymne „Heil die im Siegerkranz-Herrscher des Vaterlands“ auswendig lernen. Ich singe den Text heute noch mit, wenn die englische Nationalhymne ertönt.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Es reichte wahrscheinlich nur zwei Wochen für Zigaretten und sonstiges Studentenleben.
Was würden Sie gerne können?
Unseren Computer so souverän beherrschen, wie unsere Enkelkinder. Ansonsten noch gut tanzen und freihändig zeichnen können. An letzteren Unvermögen scheiterte mein kindlicher Traumberuf, Modeschöpfer zu werden.
Was stört Sie an anderen?
Personen mit ausgeprägtem Egoismus und Geltungssucht ohne Substanz dahinter. Mein Motto: Gepriesen seien Diejenigen, die nichts zu sagen haben und es dennoch für sich behalten.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Als mich unsere Enkeltochter angesichts der Kandidatenvorstellung in der Plauer Zeitung fragte: „Opa, wo hast du den Doktor gekauft?“.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Zu der Veranstaltung der Initiative „Pro Schiene“ für den Erhalt der Südbahn zu leicht bekleidet, in das bitterkalte Plauer Kino zu gehen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Da Helden auch in den Medien gemacht werden, genieße ich diesen Begriff mit Vorsicht. Helden sind für mich alle Menschen, die alte und auch todkranke Menschen pflegen, egal ob bei Pflegediensten oder als pflegende Angehörige.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Die Griechenland-Reportagen „Stürzt die Götter vom Olymp“ von Landolf Scherzer. Als nächstes wartet schon Roger Willemsens „Das hohe Haus – ein Jahr im Parlament“.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Nie funktioniert bei meinem Leben nicht – selten schon. Neben dem „Nordmagazin“ des Heimatsenders sind das im ZDF die „Heute-Show“ und die „Mitternachtsspitzen“ im WDR.
Wo trifft man Sie eher – auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Meine Zeit auf dem Platz ist lange vorbei. In der Jugend habe ich Fußball und auch aktiv Hockey gespielt. Ich war Übungsleiter im Volleyball und Tischtennis und ein guter – Kinder- und Jugendspartakiade gestählter – Schwimmer. Vor dem Fernseher sitze ich nur bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Mein Fitnesstraining am Morgen sponsert der Mecklenburgische Zeitungsvertrieb.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Alexis Tsipras, den sympathischen und prägnant argumentierenden Spitzenkandidaten der Europäischen Linken aus Griechenland.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei auf den Tisch?
Da ich mich dem Kochen als Hobby strickt verweigere, sorgt dafür meine Frau.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
An den Walzer aus der C-Dur Serenade von Peter Tschaikowski. Es war die gewünschte Begleitmusik unserer Trauungszeremonie vor 43 Jahren.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
An eine Schweizer Armbanduhr, noch mechanisch und analog. Ein langjähriger Sportsfreund meines Vaters, der seit dem Krieg in der BRD lebte, schenkte sie mir zur Jugendweihe. Ich trug sie über zehn Jahre bis ich auf eine gute Ruhla-Uhr umstieg.
Welchen Traum möchten Sie sich erfüllen?
Mit meiner Frau eine Charterbootstour oder Kabinenschiffsreise auf dem Göta-Kanal quer durch Schweden von Stockholm nach Göteborg oder umgekehrt.
Was würden Sie als Rentner machen?
Immer mal was neues.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Da denke ich zu allererst an Rene Bühring aus Below. Seit vielen Jahren leistet er eine aufopferungsvolle und ideenreiche Arbeit in unserem Kinder- und Jugendzentrum. Seine Arbeit und sein Einfluss tragen maßgeblich dazu bei, dass wir in Plau am See keine rechte Szene unter der Jugend und relativ wenig Vandalismus haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen