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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

16. Dezember 2017 | 10:25 Uhr

Prominente Gäste : Mit Boxen im Dorf punkten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Vorbereitungen laufen für 1. Kinder und Jugendboxspartakiade der Gemeinde Obere Warnow / Vize-Europameisterin ist dabei

von
erstellt am 25.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Boxprominenz wird in der Gemeinde Obere Warnow erwartet: Jochen Bachfeld, Olympiasieger von 1976; Andreas Zülow, Olympiasieger von 1988; Sarah Scheurich, amtierende Vize-Europameisterin im Frauenboxen. Sie haben zugesagt für ein besonderes Event im Dorf, sagt Maik Kindler, der Vorsitzende des Kulturausschusses der Gemeinde. Kindler hat sich vor eine Initiative gespannt, den Warnowcup als zweitägiges Boxturnier in Grebbin zu organisieren. Die Terminabstimmung läuft noch. Es soll die 1. Kinder- und Jugendboxspartakiade der Gemeinde Obere Warnow werden und verbunden werden mit einer Abendveranstaltung mit drei Amateurboxwettkämpfen. Vorgesehen ist in der Abendveranstaltung als Pendant zum Chemiepokal (Halle) in unserer Region den Agrarpokal ins Leben zu rufen, sagt Kindler. In dem Showprogramm des Abends soll dann auch das Boxtalent aus dem benachbarten Groß Niendorf zu erleben sein: Sarah Scheurich, die in diesem Jahr in ihrer Gewichtsklasse die Silbermedaille bei den Europameisterschaften im Frauenboxen gewann.

Kindler, der im Schulsport in Schwerin selbst geboxt hat, geht es bei dem Event auf dem Dorf vor allem darum, das ländliche Leben anzukurbeln.

Mit der unter Verantwortung der Kommune laufenden Kinder- und Jugendboxspartakiade soll zudem dem Nachwuchs aus der Umgebung ein Anreiz geboten werden, sich mehr in den Sportvereinen zu engagieren. Die sportliche Leitung übernimmt ein erfahrener Mann bei der Organisation von Boxturnieren: Andreas Taruttis vom PSV Wismar. Sowohl für die Boxspartakiade als auch für die Abendveranstaltung wurden laut Kindler schon die ersten Unterstützer gefunden. Hauptsponsor ist die Firma Boxhaus, ein Onlineversandhaus aus Demen, unter der Leitung von Rainer Proch.

Die Organisatoren zeigen sich optimistisch: Andreas Taruttis erinnert daran, dass schon zu DDR-Zeiten Box-Wettkämpfe im Rahmen der Spartakiade stattfanden. Als Beweggrund für die Veranstaltung in der recht kleinen Gemeinde Obere Warnow sagt er: „Es gilt für uns Funktionäre des Boxverbandes Mecklenburg-Vorpommern, unsere schöne Sportart, für die besonders Deutschlands Jahrhundertsportler Max Schmeling, aber auch Henry Maske stehen, besonders durch solche Veranstaltungen für ein breites Publikum erlebbar zu machen. So finden z.B. seit Jahren Boxkämpfe auf der Insel Poel statt, wo es auch eine erfolgreiche Boxsektion gab.“

Laut Taruttis gibt es Überlegungen, die Norddeutschen Meisterschaften 2015 in Grebbin durchzuführen, wo dann Norddeutschlands beste Boxer ihr Ticket für die Deutschen Meisterschaften lösen können. „Mit der Unterstützung, die wir bisher erhalten haben, unserem gemeinsamen Engagement und einem hoffentlich zahlreichen Publikum kann dies dann nur ein Erfolg werden“, so der sportliche Leiter.

Auch Box-Amazone Sarah Scheurich ist von der Idee für ein Boxturnier in ihrer Heimat begeistert: „Boxen ist eine faszinierende Sportart, die alles beinhaltet wie Koordination, Kondition, Technik und Taktik. Deshalb bin ich froh, dass es engagierte Leute gibt, die eine Boxveranstaltung auch hierher bringen wollen. Das bedeutet viel Arbeit, die von Ehrenamtlern geleistet wird. Ich kann jedem Einwohner der Gemeinde Obere Warnow nur empfehlen, sich diese Veranstaltung einmal live anzuschauen, denn es wird dort toller Sport gezeigt.“

Ob die junge Frau aus Groß Niendorf selbst in einem Kampf zu erleben ist, steht momentan noch nicht fest. Nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Sofia (Bulgarien) musste sie sich einer Operation an der Schlaghand unterziehen und befindet sich gegenwärtig in der Reha. Noch ist nicht absehbar, wann der nächste Kampf ist. „Meine nächsten Ziele sind aber die European Olympic Games in Baku 2015 und die Olympischen Spiele 2016 in Rio“, so die Boxamazone. „Bis dahin heißt es trainieren, trainieren und trainieren.“

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