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Zeichen in Lübz gesetzt : Mit Baumfällung Sanierung eingeläutet

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Von Dienstag bis Donnerstag beseitigte das Straßenbauamt Lübz zehn große Pappeln vor der Kleingartenanlage "Waldfrieden" in der Plauer Chaussee. Die Fällung war ein erster Schritt in Richtung Straßensanierung.

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 04:51 Uhr

lübz | Von Dienstag bis Donnerstag haben Männer des Straßenbauamtes Lübz gemeinsam mit einer Fachfirma zehn große Pappeln vor der Kleingartenanlage "Waldfrieden" in der Plauer Chaussee - der Landesstraße (L) 17 - beseitigt. Die Bäume waren bis zu 25 Meter hoch, weshalb für ihre Fällung ein hydraulischer Steiger mit Arbeitsbühne und einer Ausladung von 30 Metern gemietet wurde. Es war nicht möglich, die grünen Riesen an dieser Stelle in einem Stück umstürzen zu lassen, weil die Behinderung für den hier starken Verkehrsfluss dann zu groß gewesen wäre.

"Ein großes Problem bei Pappeln ist, dass sie vergleichsweise viel wie auch schnell Totholz bilden und gerade bei Stürmen oft dicke Äste abbrechen, die dann Menschen gefährden", sagt Fred-Jan Salomon, Leiter des Sachgebietes Bau beim Amt Eldenburg Lübz. "In vorliegendem Fall wirkte sich verschärfend aus, dass auch eine immer relativ große Zahl an Schülern von der Tankstelle kommend beziehungsweise zu ihr gehend auf dem Trampelpfad unter den Bäumen entlanglief."

Ein weiterer Grund dafür, die Pappeln zu beseitigen, war, dass beindicke Wurzeln dicht unter der Oberfläche in alle Richtungen wachsen - in die Gärten wie auch unter die Straße, die sie dann irgendwann aufsprengen. Alle anderen Bäume, gerade auch die Ahörner und Linden am Sportplatz, bleiben erhalten.

Wegen ihres schlechten Zustandes soll die Plauer Chaussee auf rund 600 Metern von der B 191 bis zum Schützenhaus saniert werden. Träger der Maßnahme ist das Straßenbauamt Schwerin. Die Planungen sind noch nicht vollkommen abgeschlossen, so dass deshalb auch die Gesamtinvestitionssumme noch nicht feststeht, aber Salomon rechnet unabhängig davon bereits im Sommer mit dem Baubeginn und hofft, dass bis zum Jahresende alles geschafft ist. Ob dies so geschieht, hänge letztlich vor allem auch von der Geldfreigabe durch das Land ab. Schon sicher ist, dass die in das Vorhaben einbezogene Stadt für den Bau von Gehwegen, Beleuchtung und Versorgungsleitungen 150 000 Euro bezahlen muss. Das Projekt wird auch deshalb als wichtig eingestuft, weil die bei Stuer beginnende L 17 die wichtigste, über Ganzlin, Karbow-Vietlübbe, Lübz und Passow führende Verbindung zwischen der B 198 und Goldberg ist.

Auf der Seite, wo die Bäume gefällt wurden, soll ein fester, 1,20 Meter breiter Gehweg, auf der anderen ein kombinierter Geh-/Radweg mit einer Gesamtbreite von drei Metern entstehen. Um die Lebensbedingungen für die stehen bleibenden Bäume zu verbessern, wollen die Planer den Straßenrand beispielsweise am Sportplatz noch weiter von ihnen abrücken. Versorgt werden sie unter anderem auch mit dem von der Straße zur Seite hin abgelenkten Regenwasser. Ein Teil wird zwar auch über das zentrale Rohrnetz abgeführt, das man jedoch hauptsächlich für überschüssige Mengen vorhalte, erklärt Salomon. Geplant war einst, mit der Sanierung eigentlich schon 2012 zu beginnen.

Auf den im Büro von Salomon liegenden Bauplänen sind die Stämme aller Bäume in Form kleiner Kreise eingetragen. Umgeben sind sie von großen, die die Kronen symbolisieren. Ihre Ausladung bestimmt heutzutage der Computer, dem dafür der Stammumfang genügt.

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