musikalisches : Mit Bach und Händel Danke sagen

Hochkonzentriert: Paula Marten beim Proben kurz vorm Auftritt des Percussion-Quartetts.  Fotos: sabrina panknin
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Hochkonzentriert: Paula Marten beim Proben kurz vorm Auftritt des Percussion-Quartetts. Fotos: sabrina panknin

Saalstunde der Kreismusikschule begeht besonders Konzert in neuen Räumen

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16. November 2014, 20:15 Uhr

Rhythmische Klänge ertönen auf dem Hof der Grundschule in Lübz. Vor dem Eingang sammeln sich immer mehr Zuschauer der etwas anderen Saalstunde der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“. Lehrer wie Schüler wollen Danke sagen, auf ihre ganz besondere Art – eben musikalisch. Seit einiger Zeit können die Schüler der Kreismusikschule in neuen Räumen neben der Grundschule II in Lübz wieder ihrer Musik frönen. „Wir können hier in Lübz jetzt sehr gute Unterrichtsbedingungen vorfinden“, sagt Schulleiter Bernd Jagutzki und bedankt sich bei allen Verantwortlichen. „Ein ganz herzlicher Dank geht an Bürgermeisterin Gudrun Stein. Seit vielen Jahren ist sie mit der Musikschule verbunden und sie hat immer ein offenes Ohr für uns“, so der Schulleiter. Die Liste, bei denen sich der Schulleiter bedankt, ist lang. Doch „wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, rezitiert Bernd Jagutzki vor Beginn der Saalstunde Ernst Theodor Amadeus Hoffmann.

Die Stühle in der Aula sind bis auf den letzten Platz besetzt. Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte wollen den Kindern und Jugendlichen lauschen. Zur Musik gehört auch der Tanz, deshalb zeigen auch die kleinsten Schüler der Musikschule, was sie schon können. Unter der Leitung von Doreen von Berg und mit der Hilfe einiger Mütter sowie Väter führt die Krabbelgruppe verschiedene Kinderlieder auf. Musik im Blut haben auch die beiden Brüder Anton und Aaron Khan. Ausdrucksstark gleitet der ältere von beiden, Anton, über die Klaviertasten. Dann setzt Aaron ein. Zart streicht er mit seinem Bogen über die Saiten seiner Violine. Gleich beide Instrumente – Violine und Klavier – beherrscht Julian Apsel. Im Klavierduett mit Christin Kücken zeigt der 14-Jährige sein Können auf dem Klavier. Wie gut Julian Apsel auch die Violine beherrscht, zeigt er in einem Doppelkonzert mit seiner Lehrerin Sigrun Haß. Gemeinsam spielen die beiden Johann Sebastian Bach, ein Doppelkonzert in d-Moll für zwei Violinen. Die meisten Schüler werden bei der Saalstunde in der Lübzer Grundschule am Klavier von Elena Zuchtmann begleitet. So auch Henriette Schröder, die auf ihrem Sopran-Saxophon ein Stück von Georg Friedrich Händel zum Besten gibt.

Beethovem, Bach, Händel – auch moderne Lieder erklingen in der Aula. Den Abschluss des musikalischen Dankeschön bilden gleich vier Kreismusikschüler. Ein Percussion-Quartett gibt den Ton an. Paula Marten, Jonas Turban, Justus Schröder und Pascal Wolf zeigen eindrucksvoll, wie rhythmisch Musik sein kann. Seit sechs Jahren spielt die 15-Jährige Paula bereits Schlagzeug. Warum? „Mein Opa hat Schlagzeug gespielt. Als ich Bilder davon gesehen habe, fand ich es ziemlich cool und wollte es auch lernen“, verrät die Spornitzerin kurz vor ihrem Auftritt. Pascal Wolf findet die Rhythmen beim Schlagzeug einfach packend und mitreißend. Schließlich ist „Musik die Sprache der Leidenschaft“, wie Richard Wagner einst sagte.


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