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„Jugend debattiert“ in Lübz : Mit Argumenten Stärke gezeigt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Sieger bei diesjährigem Wettbewerb „Jugend debattiert“ am Lübzer Eldenburg-Gymnasium ermittelt. Schule schon lange dabei

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erstellt am 19.Jan.2017 | 20:45 Uhr

In von Handy und Computer bestimmter Zeit mit oft fatalen Folgen für die Sprache stellt mit seinem Gegenüber direkt ausgeübte Argumentation mittlerweile einen besonderen Wert dar. Sie steht beim Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ im Mittelpunkt, der gestern zum 14. Mal in Mecklenburg-Vorpommern stattfand.

Das Lübzer Eldenburg-Gymnasium (EGL) war eine der ersten Schulen im Land, die sich 2003/2004 zur Teilnahme entschieden. In der Parchimer Region ist es nach wie vor die einzige Einrichtung ihrer Ranges. Dort traten gestern Morgen nach der Organisation durch die Lehrerinnen Angela Roloff und Sara Thestorf zunächst 12, von Christiane Niklas, Cornelia Kröll und Angela Roloff unterstützte Neuntklässler in jeweils drei Hin- und Rückrunden (also mit insgesamt sechs Debatten) sowie vier Zehntklässler in einer Hin- und einer Rückrunde (zwei Debatten) gegeneinander an. Die Gruppen wurden dabei immer wieder neu zusammengestellt. In beiden Stufen gab es jeweils zwei Sieger: Michelle Bartels und Miriam Marschke für die neunten und Vivien Stühring sowie Hedi Müller für die zehnten Klassen, die nun zum Regionalfinale nach Wismar fahren. Das Landesfinale findet am 2. Februar im Landtag statt. Ihm folgt als höchste Stufe das Bundesfinale in Berlin.

Diesjähriges Vor- beziehungsweise Rückrundenthema in Lübz für die Jüngeren: „Sollen an unserer Schule Schultiere gehalten werden?“ und „Soll auch an Gymnasien die handwerkliche Ausbildung gestärkt werden?“ Im Finale stand „Soll für alle Klassen an unserer Schule GLUE verbindlich eingeführt werden?“ zur Debatte.

Die Zehntklässler mussten sich damit auseinandersetzen: „Soll ein Mindestalter für Körpermodifikationen eingeführt werden?“, Sollen die landesweiten, verpflichtenden Schulferien durch individuell wählbare Urlaubstage ersetzt werden?“ und fürs Finale „Soll für die Nutzung von sozielen Medien eine Klarnamenpflicht eingeführt werden?“. Nachmittags trafen die vier besten jeder Stufe aufeinander, aus denen die stets vor ihnen sitzende Jury dann den jeweils Besten ermittelte. „Insgesamt kann man sagen, dass wir wieder sehr engagierte Schüler gefunden haben,

Seit vier Jahren gehört „Jugend debattiert“ für die neunten Klassen im EGL zum Wahlpflichtbereich. Ein halbes Jahr lang müssen die Schülerinnen und Schüler zwei Stunden pro Woche daran teilnehmen. Unterrichtet werden sie von Lehrern, die mit Unterstützung des Bildungsministeriums speziell dafür ausgebildet wurden und diesen Stoff zusätzlich zu den von ihnen unterrichteten Fächern vermitteln – am EGL zehn von insgesamt 33, was eine hohe Quote darstellt. Damit das Angebot zum Schulalltag gehören darf, müssen zwei Lehrer pro Einrichtung das Basisseminar besucht haben. Als Juroren tätige Schüler werden durch Heiko Schön, Landesbeauftragter für „Jugend debattiert“, auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Das EGL ist sehr erfolgreich, was „Jugend debattiert“ betrifft: Gleich im Doppelpack hatten Lea Henke und Friederike Wende 2015 im Regionalwettbewerb mit dem ersten und zweiten Platz ihr Können unter Beweis gestellt und vertraten den Westmecklenburger Schulverbund im Landesfinale. Und es ging noch besser: Philipp Hein wurde 2007 sogar Bundessieger und Eva-Maria Guhl errang auf dieser Ebene einen sehr guten fünften Platz.

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