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8. Klosterausfahrt im Lübzer Land : Mit 70 Oldtimern rund um Dobbertin

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Die 8. Klosterausfahrt stellte einen Teilnehmerrekord auf: Jörg Riedel als Organisator und Ansprechpartner hieß die Lenker von 73 Fahrzeugen willkommen (2011: 52). Das älteste Fahrzeug hat 84 Jahre auf dem Buckel.

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erstellt am 13.Aug.2012 | 10:22 Uhr

Dobbertin | Die 8. Klosterausfahrt stellte einen neuen Teilnehmerrekord auf: Jörg Riedel als Organisator und Ansprechpartner hieß die Lenker von 73 Fahrzeugen willkommen (2011: 52). Die meisten von ihnen waren bereits am Freitag eingetroffen - wie Georg Semik, der in seinem Morgan von der Bergstraße in Südhessen mit 707 Kilometern die weiteste Anreise hatten. Weitaus näher hatten es die Oldtimerfreunde aus der Mecklenburgischen Schweiz, die allerdings mit ihren historischen Bulldozern bis nach Dobbertin rund drei Stunden brauchten. Im Autohaus Riedel saßen die Ankömmlinge abends gemütlich beisammen.

Den Pokal für das älteste Auto nahmen Renate Rösel und Günter Kalt in Empfang. Ihr BMW Dixie war 1928 gebaut worden. Das älteste Zweirad steuerte Erwin Preuß aus Pampow. Seine Tornax hatte 1929 das Werk in Wuppertal verlassen.

Der älteste Aktive, der Hamburger Raimar Lachmann (72), hatte aus Lübeck auf einem Anhänger seinen DKW F 7 aus dem Baujahr 1938 mitgebracht. Er nahm wie alle anderen am Sonnabend an der 93 Kilometer langen Ausfahrt teil. An einigen Passagen der Route kam allerdings der Motor seines Oldtimers etwas ins Schwitzen, weil dessen Kühler über keinen Lüftungspropeller verfügte. Für jede Kategorie gab es liebevoll mit Motorteilen gestaltete Erinnerungsprämien.

Jörg Riedel hatte einen malerischen und landschaftlich attraktiven Rundkurs durch die reizvolle Wald-, Seen- und Auenlandschaft Mecklenburgs ausgearbeitet. Über Below, Langenhagen, Welzin, Benthen und Tannenhof ging es nach Granzin. Lindenbeck, Greven, und Lancken waren die nächsten Stationen, bevor die Oldtimer in Rom Mittagspause machten. In Lübz wurde die Brauerei besichtigt. Über Benzin und Kritzow ging es nach Plau am See, wo die schmucken Fahrzeuge am Burgturm dem 7. Altstadtfest ihre Referenz erwiesen. Über Plauerhagen, Penzlin, Kressin und Goldberg wurde die Rückfahrt nach Dobbertin angetreten. Der Rundkurs fand bei allen Teilnehmern großes Lob, war er doch für die betagten Fahrzeuge nicht zu anstrengend und führte durch landschaftlich reizvolle Gefilde. Ein Motorradfahrer musste auf die Ausfahrt verzichten, weil seine Maschine Öl verlor. Auch ein Autofahrer hatte Pech, als sein Motor den Dienst einstellte und er abgeschleppt werden musste. Nach der Ausfahrt wurde abends beim Sommerfest mit Diskjockey Ede tüchtig gefeiert. Das 8. Dobbertiner Oldtimertreffen endete Sonntagmorgen mit einem ausgiebigen Frühstück.

Seine Leidenschaft für Oldtimer schreibt Jörg Riedel einem Schlüsselerlebnis zu: Als kleiner Junge erlebte er , wie ein russischer Soldat den Nachbau einer Wehrmachts-BMW bestieg, krachend erst den Rückwärtsgang einrasten ließ und sich dann lautstark vorwärts auf den Weg machte. Inzwischen zählt Riedel unter anderem ein restauriertes Original-Exemplar ebenso zu seinem Oldtimer-Fuhrpark wie einen Mercedes Benz 200 von 1933, der gern für Hochzeitsfahrten gechartert wird. Weitere Infos unter: www.oldtimer-riedel.de

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