Hobby : Miniaturwelten in Plau am See ganz groß

Raphael (5, l.) und Daniel (4) bestaunen die Anlage.
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Raphael (5, l.) und Daniel (4) bestaunen die Anlage.

Der Karow-Lübzer Modellbahnclub e. V. ist auf neuen Gleisen unterwegs. Der Kampf um den Erhalt der Zugverbindung zwischen Parchim und Waren war auch bei der diesjährigen Ausstellung Thema.

svz.de von
29. Dezember 2013, 17:16 Uhr

Die 19 Mitglieder des Karow-Lübzer Modellbahnclubs e. V. stellten am Wochenende in der Turnhalle am Klüschenberg ihre verschiedensten Stücke vor. Rund 200 Meter Gleise der Spurbreiten HO und TT sowie Schmalspurbahn waren aufgebaut und darauf fuhren die unterschiedlichsten Züge. Groß und klein staunten angesichts der Detailtreue der Anlagen, auf denen nicht nur die Gleise verlegt, sondern auch Landschaften und Bahnhöfe integriert waren. Gerade diese Miniaturwelten sind sehr beliebt, auch wenn diese Ausstellung in Plau etwas Besonderes war. „Ja, wir befahren sozusagen neue Gleise und verlassen die eingefahrenen“, meinte Vereinschef Wolfgang Priebe. Bislang war diese Ausstellung in der Adventszeit zu sehen. Jetzt wollte man sich erstmals zwischen den Festtagen präsentieren. „Der Festtagsspeck muss runter. Da sind Spaziergänge beliebt und dann ist unsere Ausstellung ein Grund mehr, das Haus zu verlassen“, meinen die Aussteller.

Die Anlagen sind so konzipiert, dass sie wie ein Baukastensystem unterschiedlich zusammengestellt werden können und so die Ausstellungsvielfalt erhöhen. Im Mittelpunkt stand der „Neue Bahnhof“ mit der Spurbreite HO. Während diese Anlage hauptsächlich mittels Relais, Dioden und den entsprechenden Kontakten geschaltet werden, ist es bei der TT-Anlage anders. Hier steuert Norbert Steiniger durch Computerprogramme das Befahren. Ein weiterer Unterschied ist, dass bei der HO-Anlage der letzte Wagen eines Zuges die Hauptsteuerung vornimmt. Denn erst, wenn dieser die Weichen frei gemacht hat, können andere Züge fahren und so ist stets eine Sicherheit gegeben, dass keine Züge aufeinander fahren können.

Auch Daniel (4) und Raphael (5) fanden großen Gefallen an den Miniaturwelten. „Ich habe ja auch eine Eisenbahn zu Hause, die ist aus Holz“, so Raphael stolz und wirbelte begeistert zwischen den unterschiedlichen Anlagen hin und her. Manch einer der Besucher meinte angesichts der momentanen Diskussion um die Verkehrsmöglichkeiten in der Region, dass es schön wäre, wenn auch zwischen Parchim und Malchow die Bahn weiter fahren würde und vielleicht auch die Strecke Karow – Plau eingebunden werden könnte und man so in die Kreisstadt oder nach Waren reisen könnte.

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