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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. Dezember 2017 | 17:00 Uhr

Service : Mini-Apotheke fürs Reisegepäck

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Urlaub darf die Gesundheit nicht zu kurz kommen: Die Lübzer Pharmazeutin Anja Rapp gibt Rat, was in die Reiseapotheke gehört.

von
erstellt am 10.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Wer gerade die Koffer für den Urlaub packt, der sollte hierbei an seinen reisemedizinischen Bedarf denken. Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall und auch lästige Insektenstiche können einem sonst die Urlaubslaune gründlich verderben. Gegen häufig auftretende Krankheiten ist es nicht verkehrt, mit einer Mini-Apotheke vorzubeugen. So gilt: Je abgelegener der Urlaubsort, umso wichtiger ist die Reiseapotheke im Gepäck.


Checkliste zum Abhaken kann hilfreich sein


„In die Reiseapotheke gehören grundsätzlich alle Medikamente, die zur Hausapotheke gehören, ergänzt um die Medikamente gegen typische Reisebeschwerden“, ist einer Checkliste der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (Abda) zu entnehmen. Eine solche Kontrollliste liegt in den meisten Pharmazie-Geschäften zum Mitnehmen aus.

Auch Anja Rapp, Apothekerin in der Lübzer Mühlenstraße, hält den Zettel im SVZ-Gespräch in der Hand. Rapp verrät, derzeit kämen viele Kunden in das Lübzer Geschäft, die Beratung in Sachen Mini-Apotheke suchen. „Zur Zeit kommen insbesondere Leute, die in der Gegend Urlaub machen, beispielsweise Camper, da sie ein Mücken- oder Sonnenschutzmittel brauchen“, erzählt die 30-Jährige.

In der Apotheke findet man Rat zur Zusammenstellung der Reiseapotheke, dennoch sagt Anja Rapp: „Wenn man durchgehend Medikamente einnimmt, sollte man vor der Reise rechtzeitig den Hausarzt aufsuchen, um sich neue Rezepte zu holen. Schließlich kann es sein, dass der Arzt auch bald Urlaub hat“, meint die gebürtige Greifswalderin.

Zudem gibt sie den Rat, sich vorab über das Reiseland zu informieren, in das es gehen soll. Die Internetseiten vom Auswärtigen Amt und Tropeninstitut geben Auskunft, welche gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden sollten und ob Tropen- oder Infektionskrankheiten am Reiseziel verbreitet sind.

Neben handelsüblichen Schmerzmitteln, Insektenabwehrmittel mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid und Icaridin (für Kinder verträglicher) und Verbandmitteln sind Medikamente gegen Durchfallerkrankungen ratsam. Diese Urlaubsbeschwerden kennt fast jeder. „Durch eine andere Küche und andere Keime im Ausland kann es zu Darmerkrankungen kommen“, so die junge Pharmazeutin aus der Lübzer Elde-Apotheke weiterhin. Es gibt Medikamente mit zwei unterschiedlichen Wirkstoffen. „Bei Fernreisen ist Racecadotril angebracht, hierbei wird die Ausscheidung der Keime nicht behindert. Für Reisen in Europa gehen Loperamid-Präparate“, so die Expertin.

Ferner schlägt Anja Rapp vor, bei Flugreisen einige Medikamente im Handgepäck mitzunehmen: „Dazu gehören die eigenen, nötigen Medikamente, einige Bedarfsmedikamente wie Schmerztabletten und etwas gegen die Reisekrankheit.“ Auch wichtig: Verhütungsmittel sollte man(n) mit ins Handgepäck stecken, da z.B. Kondome im Frachtraum des Fliegers beschädigt werden könnten.

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