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"Inwertsetzung" des Plauer Burg- Ensembles : Millionenschweres Styling für Plauer Burg

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Wasser und dazu am besten auch noch Schönwetter - das macht Plau naturgegeben attraktiv. Doch Stadt und Touristiker bieten weit mehr: Die historische Burganlage soll nun wieder herausgeputzt werden.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 05:30 Uhr

Plau Am See | Wasser und dazu am besten auch noch Schönwetter - das macht Plau naturgegeben attraktiv. Keine Frage. Doch Stadt und Touristiker bieten weit mehr. Noch mehr soll Urlaubern und Einheimischen künftig geboten werden. Die Rede ist von der historischen Burganlage, in deren "Inwertsetzung" in den Jahren 2014/15 sehr viel Geld fließen soll.

Auch wenn die Grüne Lunge im Stadtzentrum schon jetzt Hingucker ist - vor allem Dank des Museumsdoppels in Burgturm und -scheune - ist das wahrscheinlich nichts im Vergleich zu dem, was rein optisch daraus werden soll. "Wir als Stadt planen, das gesamte Areal neu zugestalten", erklärt Klaus Baumgart, Bauamtsleiter in Plau am See. Die Neugestaltung wird sich auf das Burg ensemble mit großzügigem Grün und alten Bäumen drumherum erstrecken und einen neuen Parkplatz mit einbeziehen.

Warum soviel Aufwand? Burg, Burgscheune und Bibliothek stehen heute unvermittelt inmitten des Grüns. Der Plan ist, das Ensemble so in Szene zu setzen, dass die Erkundung für die Touristen demnächst wieder mehr Eroberung ist. Der Plan ist aber auch, die Investitionen gezielt so einzusetzen, dass das mittelalterliche I-Tüpfelchen der Stadt mehr noch als bisher auch für die Einwohner erlebbar wird. Klaus Baumgart spricht von zwei Rundgängen, von Flanierwegen und Plattformen, davon, dass die heute nicht mehr stehenden Wachtürme und auch der einst mit Wasser gefüllte Burggraben angedeutet in die Neugestaltung einfließen sollen. Gern verrät der Bauamtschef schon mal, dass es einen Tunnel durch den Burgwall geben soll, der den neuen Parkplatz mit dem Burginnenhof verbindet, und natürlich moderne Sanitäreinrichtungen und voraussichtlich den zweiten Bauabschnitt an der Burgscheune.. "Das Fronthaus, in dem gegenwärtig Bibliothek und Krippe untergebracht sind, wird Haus des Gastes mit Tourist-Info, Bibliothek, Räumen für den seit vielen Jahren engagiert arbeitenden Heimatverein und Platz für Veranstaltungen", so Baumgart.

Die Vorarbeiten für dieses sehr ehrgeizige Projekt, in das voraussichtlich 4,5 Mio Euro fließen werden, begannen schon vor geraumer Zeit. Deshalb ist die Verwaltung auch optimistisch, in diesem Jahr das Genehmigungsverfahren über die Bühnen zu bekommen. "Während das läuft - ebenso wie unser Antrag auf Förderung beim Wirtschaftsministerium - kümmern wir uns parallel schon um den Grunderwerb und werden demnächst auch mit der Beräumung beginnen", so Baumgart. Mit Beräumung zielt der Bauamtsleiter auf die sogenannte Alte Wäscherei. An ihrer Stelle soll der neue, großzügige Parkplatz entstehen, der es den Besuchern der Stadt ermöglicht, die mittelalterliche Burganlage bequem zu erreichen.

Beräumt werden muss aber auch das Fronthaus. Denn während der zweijährigen Bauphase müssen sowohl Kinderkrippe als auch Bibliothek ausgelagert werden. "Schon jetzt suchen wir intensiv nach Unterbringungsmöglichkeiten", sagt Baumgart. Eine Option ist schon gefunden: Und zwar gibt es auf dem Schulhof der Grundschule ein leerstehendes Gebäude, das geeignet scheint. Was viele Eltern, die die Vorzüge der Grünen Lunge immer zu schätzen wussten, sehr bedauern: Für die Kinderkrippe wird der Auszug vielleicht ein endgültiger sein.

Das Vorhaben der Stadt wird begleitet von einem Neubrandenburger Ingenieurbüro. Von Experten also, was derartige Planungen betrifft. Um aber intern noch mehr Ideen für weitere Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zusammenzutragen, wird es in den nächsten Monaten noch Veranstaltungen mit Einwohnern und Vereinen geben.

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