Sturmtief wütet erneut : Michaela legt Verkehr lahm

Hier ein Baum auf einem parkenden Auto in Parchim Am Rabensoll.
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Hier ein Baum auf einem parkenden Auto in Parchim Am Rabensoll.

Von Parchim bis Plau am See waren die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren bis in den frühen Donnerstagmorgen im Einsatz

svz.de von
10. Juli 2014, 22:00 Uhr

Erneut fegt ein Sturm über die Region hinweg. Das Sturmtief Michaela hat am Mittwochabend für einen Großeinsatz vieler Feuerwehren in unserer Region von Parchim bis Plau am See gesorgt. Zum Glück wurden keine Personen verletzt, aber relativ hoher Sachschaden war entstanden.

Es begann um 16.51 Uhr, als die Kameraden in Lübz alarmiert wurden. Ein Baum auf der Kreisstraße 117 Richtung Greven musste beseitigt werden. Knapp eine Stunde später riefen die Sirenen in Kreien und auch in Lübz die Feuerwehren, die auch hier Sturmschäden auf der Straße Richtung Karbow beseitigen mussten.

Die Wehr der Kreisstadt wurde gegen 18 Uhr zu einem Einsatz am Rabensoll gerufen. Hier war ein Baum auf ein parkendes Auto gefallen. Zum Glück blieb es beim Sachschaden und die Kameraden entfernten relativ schnell die Linde, die hier eine Länge von etwa zehn Metern und einen Umfang von etwa 1,80 Metern aufwies. Sturmtief Michaela sorgte aber nicht nur auf den asphaltierten Straßen für Probleme, auch die Elde-Müritz-Wasserstraße war betroffen. Um 19.17 wurden die Kameraden in Klein Niendorf alarmiert, da ein Baum über dem Wasser lag und den Schiffsverkehr lahm legte. Doch die Klein Niendorfer mussten ihre Kameraden aus Parchim nachalarmieren, da zwischen Neuburg und Burow mehrere Bäume die Wasserstraße blockierten. „Um 20.24 Uhr wurden wir informiert. Bereits auf der Anfahrt haben wir bei Paarsch Bäume von der Fahrbahn beseitigen müssen und haben deshalb unser neues HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug; Anm. d. Red.) nachgefordert“, erzählt Parchims Wehrführer Bernd Schröder. An der Elde kam das Schlauchboot der Parchimer zum Einsatz, denn etliche Bäume und Äste mussten aus dem Wasser geholt werden. Hier sorgte die Seilwinde am Rüstwagen für die nötige technische Hilfe.

In der Zwischenzeit, gegen 19.40 Uhr, waren die Groß Godemser alarmiert worden, da bei ihnen eine Straße überflutet war. Zur gleichen Zeit war ein Sturmschaden im Kreuzungsbereich der B 198 und der Landesstraße 17 von der Ganzliner Wehr zu beseitigen. Um 21.37 Uhr kam für die Parchimer Wehr der nächste Alarm, der sie nach Slate forderte. Dort soll ein Baum in der Godemser Straße den Verkehr behindern. Doch schon bei der Anfahrt mussten die Kameraden tätig werden, denn „die Bundesstraße war dicht“, sagt Schröder. Schon bei der Fußgängerbrücke am Chausseehaus musste ein Baum entfernt werden. Mehrere größere Äste mit viel Laub lagen auf der Fahrbahn und bevor man zur angegebenen Einsatzstelle am Godemser Weg kam, musste die Hauptstraße beräumt werden. 36 Kameraden waren hier bis Mitternacht im Einsatz und haben teilweise Bäume komplett bis zur Bruchstelle abnehmen müssen, da die Gefahr bestand, dass weitere Äste auf die Straße fallen könnten. Einige Anwohner hatten bereits kleinere Äste selber von der Fahrbahn geräumt. Die Bundesstraße war für rund zwei Stunden für diesen Einsatz voll gesperrt.
Am Ortsausgang hatten drei Eichen auf einer Wiese, die bereits mehrere Jahrhunderte alt waren, beim Umkippen eine 20kv Leitung getroffen. „Durch die Ringleitung konnte die Stromversorgung für die Haushalte aufrecht erhalten werden. Lediglich in Marnitz und Suckow kam es zu kurzzeitigen Ausfällen, während der Aufräumaktion“, sagt Jost Broichmann von der Wemag.

In der Zwischenzeit um 22.09 Uhr musste die Wehr in Karbow-Vietlübbe ausrücken, um ebenfalls Sturmschäden zu beseitigen, während um 22.22 Uhr die Spornitzer alarmiert wurden, da am Godemser Weg ebenfalls ein Baum die Fahrbahn behinderte.



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